17. Juli 2014

Zum Tode Albrecht Martins

Politik aus christlicher Verantwortung – Albrecht Martin hat dieses Prinzip in beeindruckender Weise vorgelebt. Sein politisches Engagement war Ausdruck seiner Überzeugung, dass es unsere Pflicht ist, uns für Erhalt und Entwicklung unseres freiheitlichen und sozialen Gemeinwesens ein-zusetzen. Sein politisches Bewusstsein war gleichermaßen von Wertbindung und strategischem Denken geprägt.

In seinem christlichen Bekenntnis vereinten sich eigene Glaubensgewissheit mit Offenheit für an-dere Glaubensüberzeugungen. Sein Verständnis christlich geprägter Kultur gründete auf den Grundsätzen der Freiheit eines Christenmenschen, Freiheit für sich und für Anders-Denkende und Anders-Glaubende.

Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen prägten sein Denken, sein Reden, sein Handeln. Für ihn war es immer selbstverständlich, sich in Frage stellen zu lassen, war es immer selbstverständlich, Rechenschaft abzulegen für Werte, Ziele, Strategien des eigenen Handelns.

In bisher vier Albrecht Martin-Symposien haben wir, Evangelischer Arbeitskreis und Junge Union Rheinland-Pfalz Weitsicht und Klarsicht von Albrecht Martin aufnehmen und entfalten können – in Hinsicht auf

  • die Christlichen Quellen freiheitlicher Verfassungen,
  • Notwendigkeit und Gefährdungen von Meinungs- und Religionsfreiheit,
  • Gültigkeit und Erneuerungsbedarf konservativen Denkens und
  • Demokratie, Führung und Kontrolle in der Kirche.

Albrecht Martin wird prägend bleiben für unser politisches Engagement.

Wir denken an ihn in Dankbarkeit.