10. Juni 2016

JU, RCDS, SU: Landesregierung lässt Referendare im Stich

Die Junge Union (JU), der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und die Schüler-Union (SU) in Rheinland-Pfalz sind entsetzt über die Planungen der Landesregierung, mehr als 90 Prozent der Referendare für das Lehramt an Gymnasien, keine Planstelle zu geben.

Dazu stellt der bildungspolitische Sprecher der JU Rheinland-Pfalz, Jens Münster, fest: „Dieser Vorgang zeigt einmal mehr, dass die Landesregierung keinerlei Interesse mehr am Gymnasium hat. Sie gibt mehr als 90 Prozent der Referendare keine Planstelle! Und die viel zu wenigen, die eine Planstelle erhalten, werden wiederum zu 90 Prozent an Gesamtschulen eingesetzt. Mit anderen Worten: Mehr als 99 Prozent der Referendare für das Gymnasium erhalten keine Stelle, für die sie sieben Jahre lang an Universitäten und Studienseminaren ausgebildet wurden. Das ist ein skandalöser Vorgang.“

Daniel Krause, Landesvorsitzender des RCDS, ergänzt: „Im Koalitionsvertrag steht, dass die Landesregierung für längeres gemeinsames Lernen eintritt – also für noch mehr Gesamtschulen. Nun kommt es quasi zu einem Einstellungsstopp für die Gymnasien. Junge Absolventen für das Lehramt – selbst die mit Mangelfächern und Top-Noten – können so keine Stelle erhalten. Das ist ein Armutszeugnis für Rheinland-Pfalz.“

Leon Gläßer, Landesvorsitzender der SU, sagt: „Die Landesregierung täte gut daran, die zahlreich vorhandenen Einstellungsmöglichkeiten zu nutzen und personelle Reserven zu schaffen. Stattdessen fällt weiterhin viel zu viel Unterricht aus – besonders an Gymnasien und Berufsbildenden Schulen. Diese Schulformen sind für die Landesregierung offenbar nur noch eine Resterampe.“