8. Mai 2020

Nebenkosten im Homeoffice sollen bei der Steuerklärung oder gegenüber dem Arbeitgeber geltend gemacht werden können

Während der Corona-Krise ist die Bedeutung der eigenen vier Wände als Arbeitsplatz für viele sprunghaft angestiegen. Zahlreiche Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben sich schnell an den neuen Alltag im Homeoffice gewöhnt.

Der Landesvorsitzende der Jungen Union Rheinland-Pfalz Jens Münster hierzu: „In den letzten Wochen haben sich Stärken, wie auch Schwächen von Homeoffice-Modellen gezeigt. Zum einen zeichnet sich ein großer Flexibilitätsgewinn für Arbeitnehmer ab. Die Vereinbarung von Familie und Beruf wurde vereinfacht. Auf der anderen Seite birgt die dauerhafte Nutzung der heimischen vier Wände als Büro die Gefahren der Entgrenzung der Arbeit und potenzieller gesundheitlicher Probleme. In Deutschland werden zurecht hohe Standards bei der Arbeits-platzergonomie gesetzt. Diese lassen sich im heimischen Wohnzimmer nicht immer garantie-ren. Eine auch zukünftig steigende Nutzung von Homeoffice ist so nicht ausschließlich positiv zu beurteilen, wie von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil dargestellt. Dennoch hat sich das Modell in der Krise an vielen Stellen bewährt und wird sehr wahrscheinlich zukünftig eine grö-ßere Rolle im Arbeitsalltag einnehmen.“

Der wirtschaftspolitische Sprecher der JU Rheinland-Pfalz, Christopher Hauß, ergänzt: „Wich-tig ist dabei aber, dass Arbeitnehmer nicht auf den entstehenden Nebenkosten im eigenen Heim sitzen bleiben. Bisher lassen sich die Kosten für das heimische Büro nur absetzen, wenn ein eigener Raum zur Verfügung steht, der ausschließlich für die berufliche Aktivität genutzt wird. Es müssen Wege gefunden werden, wie auch Arbeitnehmer, die sich kein eigenes Ar-beitszimmer leisten können, die entstehenden zusätzlichen Kosten für Strom, Arbeitsmaterial und Arbeitsmobiliar bei ihrem Arbeitgeber oder in der Steuererklärung geltend machen können. In die Debatte, um die Flexibilisierung von Arbeitsmodellen, muss nach der Corona-Krise noch mehr Zeit investiert und zahlreiche weitere Faktoren mitbedacht werden.“