8. Januar 2021

Katastrophale erste Woche des Jahres 2021 für junge Menschen in RLP

Der Ausfall der Lern-Plattformen für digitalen Unterricht, Dauer-Lockdown, Freunde treffen verboten, fehlende Perspektiven für 2021: Die Maßnahmen der Corona-Krise treffen die junge Generation besonders hart. Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union Rheinland-Pfalz Jens Münster:

„Es kann nicht sein, dass die Junge Generation nur alles abnicken soll und brav die Klappe halten muss, während andere Generationen politisch über die Zukunft der jungen Menschen entscheiden. Die junge Generation ist genauso von den Alltags-Folgen der Corona-Krise betroffen wie die anderen Generationen. Vielleicht sogar noch mehr als andere, weil die Schulen, Kitas und Hochschulen anders als die Arbeitsstätten nicht geöffnet sind. Zudem Menschen um die 20 oder um die 30 überhaupt nicht in Regierungen und viel zu wenig in Parlamenten vertreten. Die Folge daraus ist, dass andere Generationen über die Zukunft dieser Generation entscheiden und auch über ihren Alltag in der Corona-Pandemie.

Nach mehr als zehn Monaten leidet vor allem die junge Generation am Ausfall der Lern-Plattformen für digitalen Unterricht in Rheinland-Pfalz, am Dauer-Lockdown und an fehlenden Perspektiven für das 2021. Alles, was, das Leben junger Menschen ausmacht, ist seit fast einem Jahr nicht oder kaum noch erlaubt: Freunde treffen, für das Leben lernen, Erfahrungen sammeln. Das ist für die junge Generation, die strukturell permanent in der Politik benachteiligt wird, ein ganz großes Problem.“

Der bildungspolitische Sprecher der JU Rheinland-Pfalz Max Heckmüller ergänzt: „Was aktuell in Rheinland-Pfalz geschieht, ist aus pädagogisch-didaktischer Sicht aufgrund der Spezifika der schlech-ten rheinland-pfälzischen Bildungspolitik sehr bedenklich: Für Fernunterricht mit Videokonferenzen oder mit Lernplattformen braucht man nun einmal digitale Endgeräte. Nicht alle Schülerinnen und Schüler sind aber bereits mit digitalen Endgeräten versorgt. Auch die Lehrkräfte haben nach wie vor keine Dienstgeräte.

Die Lernplattformen wie Moodle und BigBlueButton zeigen sich zudem enorm instabil. Lehrerinnen und Lehrer werden aufgefordert, diese Lernplattformen für digitalen Unterricht nur sporadisch zu nutzen und Videos auszuschalten. Die Systeme brechen immer wieder zusammen. Und die Landesregierung? Frau Hubig und Frau Dreyer unternehmen nach wie vor viel zu wenig, um nach mehr als zehn Monaten seit den ersten Corona-bedingten Schulschließungen endlich digitalen Unterricht im Land zu ermöglichen.“