25. Juli 2017

Junge Union fordert Präventionsarbeit gegen jede Form von Extremismus

Die Junge Union (JU) Rheinland-Pfalz fordert eine ausgewogenere Präventionsarbeit gegen jede Form von Extremismus in Rheinland-Pfalz. Die vom Land geförderte Initiative jugend.rlp.de lädt am 25./26.09.2017 zur Fachtagung „Rechtsextreme Lebenswelten – Frauen in der rechten Szene. Funktionsweisen und Dynamiken“ ein.

Dazu erklärt der JU-Landesvorsitzende Johannes Steiniger MdB:

„Wir begrüßen ausdrücklich jegliches Engagement gegen Extremismus in Rheinland-Pfalz. Extremismus hat viele Facetten. Man darf beim Kampf gegen Rechtsextremismus aber nicht andere gefährliche Strömungen aus den Augen verlieren. Staatlich geförderte Jugendarbeit muss ausgewogen sein. Denn nicht nur Rechtsextremismus ist unserer Gesellschaft ein Problem.“

Auf der Internetseite www.jugend.rlp.de findet sich bisher lediglich die Kategorie „Gegen Rechts für mehr Toleranz“. Die Junge Union fordert deshalb Präventionsprojekte auch gegen Links- und salafistischen Extremismus. Johannes Steiniger dazu:

„Besonders die Krawalle am G20-Gipfel haben uns das hohe Gefährdungs- und Gewaltpotential durch Linksextremismus verdeutlicht. Die politische Jugendarbeit ist hierbei gefordert Jugendliche frühzeitig zu sensibilisieren. Kontraproduktiv sind dabei autonome Zentren – wie sie in Form des Hauses Mainusch auch auf dem Uni-Campus Mainz existieren. Ebenfalls muss mehr gegen salafistischen und islamistischen Extremismus unternommen werden. Wenn, wie im Fall des 13-jährigen Ludwigshafeners, bereits Kinder so stark radikalisiert werden, dass sie Bombenanschläge begehen wollen, dann muss die Politik aktiver werden. Gerade wenn Fachtagungen zur Rolle der Frau veranstaltet werden, wäre eine Auseinandersetzung mit der islamistischen Lebenswelt dringend notwendig!“

Die Junge Union fordert von der Landesregierung mit Nachdruck, sich dieser Problematiken anzunehmen.
„Jugend- und Integrationsministerin Spiegel muss sich sonst fragen lassen, ob sie Links- und islamistischen Extremismus ebenfalls für ein ‚aufgebauschtes‘ Problem hält“, so Johannes Steiniger abschließend.