22. Januar 2021

JU setzt sich für Verlängerung der Regelstudienzeiten ein

Seit nun fast einem Jahr wird die Lehre an den Hochschulen im Land digital durchgeführt. Aufgrund des verlängerten und verschärften Lockdowns sind Bibliotheken weiterhin geschlossen, eine ordnungsgemäße Prüfungsvorbereitung erheblich erschwert.

Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der JU Rheinland-Pfalz Max Heckmüller: „Das Studieren in Zeiten der Pandemie ist eine Zumutung, wissenschaftlich wie sozial. Wer erwartungsvoll ins Studium startete, mit der Absicht, das spannende Studentenleben voll auskosten zu wollen, fand sich vor dem eigenen Bildschirm im Fernstudium wieder. Viele Erstsemester haben ihre Kommilitonen nicht einmal außerhalb eines Videokonferenz-Tools getroffen.“

Die Junge Union Rheinland-Pfalz fordert daher, alle bisherigen und folgenden Coronasemester nicht für die Regelstudienzeit zu berücksichtigen. Dies hat für viele Studierende eine große Bedeutung bezüglich ihres BAföG-Anspruchs. Man sollte Verständnis zeigen, wenn Studierende entscheiden, nicht alle Klausuren des Semesters unter diesen Umständen schreiben zu wollen.

Jens Münster, Vorsitzender der JU Rheinland-Pfalz, ergänzt: „Studentinnen und Studenten sollten in dieser angespannten Phase der Pandemie nicht gezwungen sein, zum Ablegen der Prüfungen in Präsenz an die Hochschule zu kommen. Alternativ können take-at-home Klausuren angeboten werden, mit denen an einigen Hochschulen bereits gute Erfahrungen gemacht wurden. Wer bei sich die nötigen technischen Voraussetzungen, Hardware oder Internetverbindung betreffend, nicht vorfindet, soll trotzdem in die Hochschule kommen dürfen und in einem separaten Raum die Klausur schreiben dürfen.