Felix Woche auf der EPP Youth Week in Brüssel

Aufregend, schwer in Worte zu fassen, Neuland, Faszination, Inspiration und Dankbarkeit – mit diesen Keywords möchte ich meinen Erfahrungsbericht zur EPP Youth Week 2022 beginnen.

Ehrlich gesagt konnte ich mir unter der Youth Week nicht wirklich etwas vorstellen, als ich angesprochen wurde ob ich Lust und Zeit hätte daran teilzunehmen. Jetzt bin ich dankbar, dass mein Zeitplan dieses unglaubliche Event zugelassen hat.

Doch vielleicht fangen wir chronologisch mit der Anreise und somit TAG 1 der Youth Week an.

Tag 1


Glücklicherweise war ich schon in Aachen und konnte so den Ausfall des ICE von Köln nach Brüssel relativ sinnvoll kompensieren. Nach Ankunft habe ich meinen Koffer im Hotel abgegeben und Brüssel in Richtung des Parlamentes zu Fuß erkundet. Vor Ort konnte ich ein Trouble an Stimmen, fremden Gesichtern und interessanten Unterhaltungen wahrnehmen und ausüben, welche durch die ersten Workshops unterbrochen wurden, diese ich nicht besuchte, sondern auf eigene Faust das Parlament, Parlamentarium und das National Historische Museum erforscht habe.

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Abbildung 1 : Youth Village

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Abbildung 2 : Nationales Historisches Museum

Zwischendurch ging es per U-Bahn schnell ins Hotel zum Check-In, Zimmer beziehen und wieder Richtung Parlament für ein Treffen mit der rheinhessisch-pfälzischen Europaabgeordneten Christine Schneider. Natürlich habe ich auch direkt die Chance genutzt eigene Ideen, Vorstellungen und Interessen im Bereich Weinbau, präsentieren und vorstellen zu dürfen. Hierzu wäre eventuell kurz zu erklären, dass Wein und Destillate/Spirituosen mein größtes Hobby sind und die Assistent Sommelier Schulung für dieses Jahr noch aussteht. Das hat insbesondere bei der großen Sachkenntnis von Christine, als ehemalige Weinkönigin, großen Spaß gemacht. Ansonsten war es ein lockeres und cooles Gespräch mit Christine Schneider und natürlich der restlichen rheinland-pfälzischen Delegation bei dem ein oder anderen guten belgischen Bier.

Tag 2


Nach einer erholsamen Nacht und gutem Frühstück, ging es durch die Security Kontrollen in den Plenarsaal des europäischen Parlaments, wo die Veranstaltung durch Manfred Weber, den Vorsitzenden der EPP, und der Parlamentspräsidentin Roberta Metsola eröffnet wurde. Zudem bestand die Möglichkeit weitere Abgeordnete wie Lidia Pereira, Präsidentin der YEPP und Eva Maydell, Präsidentin der YMN, Fragen zu politischen Themen oder Problematiken zu stellen.

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Abbildung 3 : Begrüßung im Plenarsaal des europäischen Parlaments

Anschließend wurden die 4 Hauptthemen der Youth Week „Machines that change your Life“, „Our Planet, Our Responsibility“, „Challenges of 21st century Democracy“ und „Youth Empowerment Programs“, wozu Arbeitskreise gebildet wurden vorgestellt. Ich hatte mich im Vorfeld schon für den Workshop „Our Planet, Our Responsibility“ entschieden.

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Abbildung 4 : Raumwechsel [22-09-06_EPP_Youth_Week_Theo-88 | EPP Group | Flickr]

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Abbildung 5 : Team meeting [22-09-06_EPP_Youth_Week_Theo-123 | EPP Group | Flickr]

Nach dem Wechsel der Räumlichkeiten und einer erneuten Fragerunde an YEPP-Präsidentin Lidia Pereira und dem Mitglied des europäischen Parlamentes (MEP) Peter Liese, wurden Arbeitsgruppen aus verschiedenen Nationalitäten und Persönlichkeiten, mithilfe von Stickern, wie z.B. dem Löwen als Stratege oder dem Papagei als Redner gebildet. Hierbei konnten die zwischen den zwei gestellten Thematiken, „Smart Mobility“ oder „Less Waste on daily consumer packaging“ wählen. Um eine neue Perspektive auf die Umsetzung der Verpackungsthematik zu erhalten, habe ich mich aufgrund meines Studiums Kunststofftechnik, gegen diese Thematik entschieden. So war die Kernvorstellung unserer Gruppe, die Ausarbeitung einer Buchungsplattform für den Gesamteuropäischen Verkehr mit einer multiplen Auswahl an Verkehrsmitteln nach Such- und Buchungskriterien. So wurde zu Beginn der Ausarbeitung die Anpassung des Schienenverkehrs hinsichtlich des Buchungsportals und der Infrastruktur anvisiert, musste dann jedoch durch die nächtlich erfolgten Recherchen abgeändert werden.

Nach dieser Saison ging es dann schnell ins Hotel uns umziehen für das abendliche Dinner im Autoworld, welches einen mehr als angemessenen Rahmen für einen geselligen Austausch bot.

TAG 3

Nach einem kräftezehrenden Austausch mit neuen Eindrücken und Ideen, arbeitet es sich ja bekanntlich besonders gut. So stand für den Morgen des 3. Tages nicht nur eine weitere Fragestunde mit Silke Dalton, der Abteilungsleiterin von Economy und Environment und Jan Leyssens, einem Unternehmer und Aktivist hinsichtlich der Kreislaufwirtschaft auf der Agenda.  Die Fertigstellung des Posters, hinsichtlich der Ideenausarbeitung war maßgeblich angestrebt. So konnte nach dem Impuls der beiden Experten nochmals der Feinschlief der Problematik angegangen werden.

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Abbildung 6 : Podiumsdiskussion mit den Experten

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Abbildung 7 : Team meeting Teil 2 [22-09-07_EPP_Youth_Week_Isoway-029 | EPP Group | Flickr]

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Abbildung 8 : Finale Umsetzung der Projektidee

Nach der Beendigung des Team Workshops und der Fertigstellung der Plakate stand das Voting der nun knapp 35 Plakate aller Gruppen an. So konnte jeder Teilnehmer zwei Stimmen für seine favorisierten Themen bzw. Ideen und Lösungsvorschlägen abgeben, indem er einen Stimmensticker auf den ausgehangenen Plakaten platzierte. Die 8 bestbewerteten Plakate wurde im Anschluss, einer weiteren Plenarsitzung zu politischen Themen mit dem Vorsitzenden der EPP, Manfred Weber, Lidia Pereira der Präsidentin der YEPP und Eva Maydell, der Präsidentin der YMN, verkündet. Da unsere Thematik nicht zu den Finalisten gehörte, konnte ich im Anschluss noch an dem Workshop „From Zero to Hero“, ein Kurs für Social-Media teilnehmen. Nachdem auch der letzte inhaltliche Programmpunkt absolviert war, ging es nahtlos mit Reisebusen durch Brüssel zum Jeux d´hiver, um den kreativen und feierlichen Ausklang der EPP Youth Week mit Networking, Musik und auch etwas Tanz locker und dennoch stylish ausklingen zu lassen.

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Abbildung 9 : Jeux d´hiver

TAG 4

Nach einem spannenden Abend mit tollen Gesprächen und einer vergleichsweisen kurzen Nacht, ging es mit dem finalen Tag der Youth Week im Plenarsaal weiter. So durften die acht besten gewählten Gruppen ihre Thematik bzw. ihre Idee und Lösungsansätze in einem zweiminütigen Pitch dem Auditorium vorstellen und in einer fünfminütigen Fragerunde, Unklarheiten und Rückfragen seitens der politischen Vertreter oder dem Auditorium beantworten. Direkt im Anschluss wurde jeder Pitch und somit jede Idee und deren Lösungsansatz hinsichtlich des Impacts, also des Einflusses bewertet. Dabei konnten wir eine echte Live Abstimmung im europäischen Parlament erleben und mitnehmen, was nochmals ein weiteres Highlight der fantastischen Youth Week war.

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Abbildung 10 : Live Voting zu den 8 besten Ideen

Besonders begeistert war ich von der doch positiven Stimmung zu den „Grünen“ Themen und Idee, und natürlich schlussendlich über die Gewinner-Idee. „Supporting biodegradable farming packaging“ und somit die Verbesserung der Kreislaufwirtschaft und Umstellung von Verpackungsmaterialien hin zu einem bioabbaubaren Produkt. Also Kunststofftechniker macht mich das natürlich sehr stolz, ein solche Thematik im weitesten Sinne zu studieren und die Umsetzungsmöglichkeiten wie auch Risiken zu kennen. Ein Thema was uns in der Zukunft sicher begleiten wird und worauf ich mich freue, womöglich auch beruflich daran arbeiten zu können. Für die Gewinner geht es im Dezember nach Wien um dort der EPP Head Commission, die Idee und den Lösungsansatz zu präsentieren.

Und so schnell war die EPP Youth Week vorbei. Eine erfolgreiche und reibungsfreie Rückreise war das Happy End, dieser traumhaften und doch in gewisser Art und Weise surrealen Veranstaltung. Über 450 junge, politisch interessiert und motivierte Köpfe mit einer Alterspanne von 17 bis 35 Jahren aus mehr als 25 Nationen an einem Ort zu treffen kommt nicht so häufig vor. So kann ich die Premiere der EPP Youth Week nur als vollen Erfolg beschreiben und bin mir sicher, dass der ein oder andere entstandene Kontakt gehegt und gepflegt wird.

In diesem Sinne bis Neulich.

Euer Felix

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