30. April 2021

Dauer-Lockdown hat schwere Folgen für die Gesundheit junger Menschen

Der Landesvorsitzende der Jungen Union Rheinland-Pfalz Jens Münster zeigt sich besorgt über die zunehmende Zahl an negativen Rückmeldungen von jungen Menschen zu ihrer Situation in der Corona-Pandemie.

Er sagt: „Mein Eindruck ist: Die junge Generation verliert langsam die Geduld mit der schleppenden Bewältigung der Corona-Pandemie. Digitaler Unterricht, Dauer-Lockdown, das Ausbleiben von Treffen mit Freunden, fehlende Perspektiven für 2021. Alle Maßnahmen der Corona-Krise treffen die junge Generation besonders hart. Alles, was das Leben junger Menschen ausmacht, ist seit mehr als einem Jahr nicht mehr erlaubt. Das ist für die junge Generation ein ganz großes Problem.“

Sorgen bereitet Münster dabei vor allem die Entwicklung der psychischen Gesundheit bei jungen Menschen. Die Anträge auf Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen sind im vierten Quartal 2020 beispielsweise um 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2019 gestiegen. Auch 2021 steigen diese Zahlen weiter. Dazu Jens Münster: „Dies sind schwerwiegende Entwicklungen, die wir dringend thematisieren müssen! Es kann nicht sein, dass diese Frage nicht stärker diskutiert wird. Hier müssen endlich mehr Maßnahmen – sowohl kurativ als auch präventiv – zur Gesundheit junger Menschen in der Corona-Pandemie umgesetzt werden.“

Es entstehe bei vielen jungen Menschen der Eindruck, dass die junge Generation einfach nur alles abnicken solle. Münster: „Es gibt kaum Entscheidungsträger um die 20 oder um die 30, denn die meisten Entscheidungsträger im politischen Umfeld sind Herren und Damen um die 60. So fühlen sich viele junge Menschen überhaupt nicht eingebunden in die Bewältigung der Pandemie für ihre Generation. Dabei ist Jugend so viel mehr als nur Schule, Ausbildung oder Studium – und das alles noch im Hamsterrad des digitalen Lernens vor dem Computer. Darüber wird viel zu wenig gesprochen.“