15. Oktober 2020

Coworking Spaces Fördern!

Die SARS-CoV-2-Pandemie hat die Arbeitswelt nachhaltig verändert. Neben Homeoffice, bekommen auch Coworking Spaces immer mehr Aufmerksamkeit. Darunter versteht man gemeinschaftlich genutzte Büroräume, in denen Arbeitsplätze von Bürgern zeitlich befristet angemietet werden können.

Der Leiter des Arbeitskreises „Ländlicher Raum“ der JU Rheinland-Pfalz, Justus Brühl, hierzu: „Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist eine Chance für die strukturelle Stärkung des ländlichen Raums. In Zukunft könnte es beispielsweise möglich sein, die Ruhe und Natur des Westerwaldes zu genießen und gleichzeitig für einen Arbeitgeber mit Sitz in Köln, Frankfurt oder München zu arbeiten. Um diese Chance zu nutzen, brauchen wir die nötige Infrastruktur. Die Anstrengungen beim Breitbandausbau müssen intensiviert werden. Eine schnelle Internetverbindung sollte auch außerhalb der Ballungszentren keine Zukunftsmusik, sondern Realität sein.“ In der Corona-Krise bemerke man auch, dass der ländliche Raum als Wohnort wieder an Attraktivität gewinnt. Mit stärkerem Bezug zu Home-Office könne der ländliche Raum als attraktiver Wohnraum genutzt werden, ohne dass lange Pendeleien zu Arbeitgebern in die Ballungsräume anfallen.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der JU Rheinland-Pfalz, Christopher Hauß, ergänzt: „Durch die Corona-Pandemie wurde Homeoffice schlagartig eines der bestimmenden Themen der Arbeitswelt. Auf der einen Seite steht wertvolle Flexibilität und Vereinbarkeit von Arbeit, Ehrenamt und Familie, auf der anderen Seite die Entgrenzung von Arbeit in den privaten Wohnraum hinein. Coworking Spaces können hier eine Lücke füllen. Mit gemeinschaftlich genutzten Büroräumen im Wohnort fällt ein langer Arbeitsweg weg und dennoch wäre eine Trennung zwischen Arbeits- und Wohnraum möglich. Rheinland-Pfalz hat mit fünf „Dorfbüros“ erste Pilotprojekte von öffentlichen Coworking Spaces gestartet. Nachdem die Digitalisierung der Arbeitswelt durch die Pandemie beschleunigt wurde, müssen auch hier die Anstrengungen verstärkt werden. Wir fordern insbesondere für den ländlichen Raum Programme, die die Einrichtung von öffentlichen Coworking Spaces fördern!”

Die beiden jungen Christdemokraten sind sich darüber im Klaren, dass nicht jeder Arbeit von zu Hause aus verrichtet werden könne: „Aber da, wo es möglich ist, ist diese Flexibilität eine echte Chance. Es wird Zeit, dass wir diese in Rheinland-Pfalz nutzen.“