13. Oktober 2015

Zuhörer fesseln, überzeugend reden – Rhetorikseminar des Netzwerks Junge Kommunale der JU Mayen-Koblenz

Mayen-Koblenz. Wer eine gute Rede halten möchte, muss mehr tun, als „nur“ die richtigen Worte zu finden, denn der Zuhörer erwartet mehr als „nur“ überzeugende Inhalte. Körpersprache, Stimmlage und ein authentischer Auftritt sind elementare Bestandteile einer jeden Rede und Präsentation. Überall im Privatleben, Beruf und Wirtschaft können rhetorische Fähigkeiten von Nutzen sein, nirgendwo gehören Reden jedoch so zum selbstverständlichen Tagesgeschäft wie in der Politik. Dies war der Anlass für den JU-Kreisverband Mayen-Koblenz ein professionelles Rhetorikseminar anzubieten. Kreisvorsitzender Torsten Welling: „In unserem Netzwerk Junge Kommunale wollen wir den jungen Mandatsträgern neben politischen Inhalten auch einen persönlichen Mehrwert für ihre Arbeit bieten.“

Als erfahrener Rhetoriktrainer leitete Dr. Oliver Schumann das Tagesseminar und machte den Jungpolitikern von Anfang an klar: „Wer entsprechende Fähigkeiten besitzt und somit in der Lage ist, seine Überzeugungen und Argumente sowohl anschaulich als auch interessant darzustellen wird es einfacher haben, für diese zu werben.“ Der Kommunikationscoach Schumann setze während des ganzen Tages auf die richtige Mischung von theoretischen Informationen und individuellen Trainingseinheiten.

Was ist also wichtig bei einer Rede? John F. Kennedy umschrieb dies so: „Eine gute Rede ist wie ein Bikini – knapp genug, um spannend zu sein, aber alle wesentlichen Stellen abdeckend.“ So begann das Seminar mit einem Sprung ins kalte Wasser, bei dem jeder Teilnehmer eine 90-sekündige Eröffnungsrede halten sollte. Dies wurde auf Video aufgezeichnet und so konnten die Teilnehmer selbst anhand des Gelernten analysieren, wo sie sich verbessern könnten und später bei einer zweiten Aufzeichnung die meist erheblichen Unterschiede feststellen. Verschiedene Phasen der Rede oder Präsentation wurden in ihre Einzelteile zerlegt und nach Stärken und Schwächen untersucht. Vor allem die nonverbale Kommunikation stand im Mittelpunkt. Rhetorische Stilmittel oder auch Tipps zur Umgangsweise mit möglichen Störfaktoren durften natürlich nicht fehlen.

Am Ende des Tages zogen alle Teilnehmer ein positives Fazit. Die lockere, leicht ironische Art des Referenten hatte für gute Atmosphäre gesorgt, gleichzeitig konnte sich jeder individuell steigern und einen persönlichen Mehrwert mit nach Hause nehmen.

Weitere Informationen zur Jungen Union Mayen-Koblenz gibt es unter www.ju-myk.de.