10. Juni 2014

Schüler Union: “Mehr Medienkompetenz im Schulalltag”

Schüler Union Rheinland-PfalzSchüler auf die Gefahren im Internet aufmerksam machen

Medienkompetenz ist ein zentraler Begriff in der heutigen Schullandschaft. Alles dreht sich um das Thema neue Medien. „Es ist nicht nur wichtig das Internet in den modernen Unterricht mit einzubeziehen, vielmehr müssen Schüler bereits in jungen Jahren auf die Gefahren im Internet aufmerksam gemacht werden“, so Marco Schreiber, Landesvorsitzender der Schüler Union Rheinland-Pfalz. „Die Forderung nach einem neuen Schulfach, so wie es vom Datenschutzbeauftragten Edgar Wagner gefordert wird, erscheint uns in Anbetracht des überfüllten Lehrplans zwar unrealistisch, doch müssen die gewonnenen Erkenntnisse genutzt werden, um andere Lösungsvorschläge für den erhöhten Bedarf der Schulung von Medienkompetenz zu erarbeiten. Sporadische Fortbildungen für bereits überforderte Lehrer sowie ergebnislose Elternabende führen nicht zum Ziel“, beschreibt Robin Thomas, Bildungsreferent der SU RLP, die derzeitige Lage. Weiter betont er: „Auch die Effizienz der Medienscouts ist eher realitätsfern. Bisher wurden erst an 60 Schulen Scouts ausgebildet und diese können wohl kaum über 1000 Schüler pro Einrichtung über die weite Welt der Medien und ihre Nutzungsformen und Gefahren aufklären!“

Gezielte Medienausbildung erforderlich.

Es bedarf einem klaren Konzept zur Ausbildung von Medienkompetenzen bereits in frühen Jahren. „Wir fordern schon lange die Durchsetzung der Schule 2.0 und damit verbunden eine Einkehr der medialen Nutzungsmöglichkeiten im Unterricht. Gut ausgestattete Medienschulen bilden den Grundstein. Die geschaffenen Möglichkeiten in den Unterricht zu integrieren, ermöglicht bereits in jungen Jahren die souveräne Nutzung von Power Point und Co. Es sollte im gleichen Zug auch darüber nachgedacht werden, wie Schüler auf den enormen politischen und gesellschaftlichen Einfluss der digitalen Medien vorbereitet werden können. Was im Moment geschieht, ist jedoch viel zu wenig“, unterstreicht Robin Thomas weiter. Internetbetrügereien, Abzocke und Ähnliches haben in den letzten Jahren enorm zugenommen und gerade Jugendliche sind aufgrund ihrer Unwissenheit ein beliebtes Ziel der Täter. „Wir müssen die Schüler sensibilisieren und ihnen den richtigen Umgang im Internet und sozialen Netzwerken näher bringen. Immer früher erhalten Kinder ihr eigenes Smartphone und surfen ohne Umschweife drauf los.  Daher muss die Schule bereits ab der 5. Klasse auf die Thematik eingehen“, betont Landeschef Marco Schreiber, „wir appellieren an die rheinland-pfälzische Landesregierung, dieses Thema endlich ernst zu nehmen und nachhaltige Konzepte zu erarbeiten.“