14. März 2014

Schüler Union: “Klassenzusammenlegungen, Doppelführungen und Unterrichtsausfall – Alltag in rheinland-pfälzischen Schulen?!”

Anlässlich der gestrigen Sitzung des Bildungsausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags, erklärt die Schüler Union (SU) Rheinland-Pfalz:

„Wer im Falle der Klein-Winternheimer Paul Klee Grundschule nur von Unterrichtsausfall spricht, liegt sicherlich falsch. Der Blick in den Schulalltag der Grundschüler deckt noch ganz andere Probleme auf. Zum einen fehlt den Kindern eine wichtige Bezugsperson und zum anderen sind das Arbeitsklima sowie die Lehrplaneinhaltung nicht mehr gegeben“, betont Robin Thomas, Bildungs-Referent der Schüler Union (SU) Rheinland-Pfalz, nach dem Bildungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags am Donnerstag. Thema Nummer eins war der Unterrichtsausfall an der Grundschule in Klein-Winternheim, der bereits im September massive Probleme in der Einhaltung der Unterrichtsstunden offen legten. Mehrere Vertretungslehrer betreuten bis Anfang März die Schüler, teilweise mit doppelter Klassenführung, aber auch Klassenzusammenlegungen standen auf der Tagesordnung. „Natürlich können immer mal wieder kurzfristig Lehrer ausfallen, doch dem muss besser vorgebeugt werden, um frühzeitig für Ersatz sorgen zu können. Die Schuld dafür immer wieder hin und her zu schieben, ist den Schülern gegenüber mehr als unangebracht!”, so der SU Landesvorsitzende Marco Schreiber.

Die Schüler Union schließt sich damit der Meinung der CDU Rheinland-Pfalz an: „Klein-Winternheim kämpft enorm mit Unterricht, der nicht gehalten wird. Die Schüler haben ein Anrecht darauf, auch den Unterricht zu erhalten, welcher im Lehrplan vorgesehen ist. Stunden, die nicht gehalten werden, sind die Bildungslücken von morgen. Was verbessert werden muss ist klar: weniger Millionen in Prestigeprojekte der SPD-geführten Landesregierung investieren, sondern in genügend Lehrpersonal, damit die vorgesehenen Stunden gehalten werden können“, erläuterte die CDU Landeschefin Julia Klöckner. Die Probleme gingen so weit, dass die Eltern der Grundschüler sonntags die Schule in Eigenregie führten, um auf den extremen Mangel an Lehrkräften aufmerksam zu machen.

Die Landesregierung sollte endlich ein deutliches Zeichen gegen Unterrichtsausfall setzen, fordert Marco Schreiber: „Es muss ein regionaler Vertretungspool geschaffen werden und der bereits bestehende Pool weiter aufgestockt werden. Hierdurch können kurzfristige Ausfälle besser aufgefangen werden. Investitionen in Lehrer sollte die Devise sein. Kostenlose Schulfahrten sind zwar schön, bringen dem Schüler aber nichts, wenn der Unterricht ausfällt.“