23. September 2014

„Pfingstferien statt 14-wöchigem Schulmarathon“ – Schüler Union fordert Reform der Ferien in Rheinland-Pfalz

„Ist nun endlich Notenschluss?“, diese Frage stellen sich viele Schülerinnen und Schüler zum Ende des Schuljahres. Auch manche Lehrer vergessen, beschäftigt mit der anstehenden Notengebung, sich um die Motivation ihrer Schüler zu bemühen. Doch anstatt sich hinter dieser Fassade zu verstecken und die letzten Wochen vor den Sommerferien im Klassenraum mehr oder weniger nur abzusitzen, gilt es, diese strukturellen Probleme in Rheinland-Pfalz zu beseitigen. Der Zeitraum zwischen Oster- und Sommerferien ist definitiv eine Herausforderung für Schüler und Lehrer, gerade wenn die Sommerferien mal wieder etwas später beginnen. Ein Marathon, zu dessen Ende die Kräfte schwinden und bei dem auch nur der Pflicht wegen ins Ziel geschlendert wird.

„Die Aufteilung der Ferien in Rheinland-Pfalz muss neu überdacht werden. Die starren und unflexiblen Strukturen dürfen kein Tabu sein. Dabei geht es uns nicht um die Erhöhung der Ferienzeit, sondern um kurze regelmäßige Pausen im Schulalltag“, fordert SU-Landesvorsitzender Marco Schreiber.

Die Schüler Union Rheinland-Pfalz spricht sich für die Einführung von Pfingstferien bei einer dementsprechenden Kürzung der Sommerferien aus. „Pfingstferien sorgen nicht nur für eine sinnvolle und regelmäßige Erholung innerhalb des Schuljahres, sondern gliedern auch die Unterrichtseinheiten in den letzten Monaten klar“, erklärt Louis-Philipp Lang, Kreisvorsitzender der SU Trier.

Zudem ermöglichen sie auch vielen Familien finanzierbare Urlaube, die außerhalb der Hauptsaison liegen. Auch für Eltern wäre diese Initiative begrüßenswert. Das Betreuungsproblem, welches sich in den Sommerferien mit jüngeren Kindern stellt, lässt sich dadurch ebenfalls entspannen. Familienfreundlichkeit und die Effektivität des Schulalltags gehen bei dieser Forderung einher. „Regelmäßige Pausen, aber dafür auch ebenso strukturierte Unterrichtseinheiten bis in die letzten Tage vor den Ferien machen ein konzentriertes und reguläres Arbeiten erst möglich.“, so Agata Walas, Beisitzerin im SU Landesvorstand.