12. September 2017

Neue Wege in der Krebstherapie – JU Kaiserslautern Land lud zur Podiumsdiskussion

Am Donnerstag, den 07. September, lud die Junge Union Kaiserslautern Land in die Zehntenscheune nach Landstuhl ein, um mit einem hochkarätigen Podium die Neuerungen in der Therapierung von Krebspatienten zu diskutieren und einem interessierten Publikum näher zu bringen.

Als Gäste konnte der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Matthias Carra, die Leiterin der Beratungsstelle Kaiserslautern der Krebshilfe Rheinland-Pfalz, Eva Estornell-Borrull, den Onkologen Dr. med. Richard Hansen, den Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der ApoCare Pharma GmbH, Dr. Dirk Hüttenberger, und den Leiter des Jugend und Sozialamtes der Kreisverwaltung, Ralf Leßmeister, begrüßen. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Klaus Kober, einem selbstständigen Managementberater im Bereich Gesundheitspolitik.

Rund 40 Gäste konnte die Junge Union begrüßen, die gespannt den Ausführungen der Experten zuhörten. Von der Betreuung der Patienten über die oft zu kurze Dauer der stationären Behandlung sowie die daraus erwachsenden Folgen bis hin zu den Problemen der Überregulierung der Ärzte und Apotheker wurde ein breites Themenspektrum abgedeckt.

Nach etwas mehr als einer Stunde wurde das Podium für Fragen aus dem Publikum geöffnet. Danach ging es zu einem kleinen Umtrunk bei schmackhaften Häppchen. Hier konnten die Gäste mit den Experten in kleiner Runde noch ins Gespräch kommen.

Der Vorsitzende Matthias Carra fasste die Erkenntnisse des Abends so zusammen: „Wir haben heute wieder gehört, dass uns in Zukunft auf dem Land die Ärzte fehlen und, dass es zu wenig Nachwuchs in den einzelnen Fachgebieten gibt. Auch die Breitbandversorgung ist für den Aspekt Telemedizin noch nicht gerüstet, wird es aber hoffentlich nach dem 2018 folgenden Förderprogramm sein. Wir als Junge Union fordern seit längerem, dass in Rheinland-Pfalz eine weitere medizinische Fakultät eröffnet werden muss und man sich beim Thema des Numerus Clausus im Fach Medizin etwas Realitätsnäher zeigen soll.

Besonders hat mich erschüttert, dass die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz keinerlei Mittel von den Krankenkassen oder anderen Gesundheitsverbänden bekommt. Die wertvolle Arbeit im Bereich psychoonkologischer Betreuung muss gänzlich aus Spenden und Zuwendungen finanziert werden, um die sich die Krebshilfe zudem noch alleine kümmern muss. Hier muss Abhilfe geschaffen werden!

Ein ebenso schwerwiegender Aspekt ist die in Teilen der Medizin und der Forschung vorliegende Überregulierung durch Behörden und Ämter. Mediziner, Apotheker und forschende Unternehmen berichten unisono davon, dass ein großer Teil ihrer wertvollen Zeit für die Dokumentation, Prüfung und andere regulatorische Tätigkeiten aufgewendet werden muss. Diese Zeit wäre viel besser für das Wohl und die Genesung der Patienten eingesetzt. Ebenso sehe man sich ständig unter Generalverdacht den Menschen schaden zu wollen, um sich selbst zu bereichern. Ich bin fest der Überzeugung, dass sich Menschen, die sich der Wissenschaft und der Heilung von Menschen verschrieben haben, von uns als Gesellschaft wieder mehr Vertrauen entgegen gebracht bekommen müssen. Kontrollen müssen sein, aber nicht jede Kontrolle die heute durchgeführt wird bringt uns weiter und stellt einen Mehrwert dar.“