31. März 2009

Nachwuchsförderprogramm: „Es stehen einem alle Türen offen“

FoerderprogrammHier wird Zukunft für Rheinland-Pfalz gestaltet. Ein Raum in Blickweite des Mainzer Doms: lange Fensterfronten, große Schreibtische, auf denen Arbeitsmaterialien liegen. Dahinter sitzen junge Frauen und Männer – aufmerksam in ihre Unterlagen vertieft. In der Ecke stehen Flipchart und Fernseher, auf der großen Leinwand im Rücken des Seminarleiters flimmert eine Präsentation.

Es ist Freitagabend und der Premierejahrgang des Nachwuchsförderprogramms, das von der CDU Rheinland-Pfalz organisiert wird, sitzt an einem Lehrbeispiel: Eine Stegreif-Rede vor der Videokamera mit anschließender Analyse des Kommunikationsverhaltens. Und auch der nächste Tag verlangt den jungen Teilnehmern einiges ab: Vorträge zur Medienarbeit werden gehört, Einstiege in Texte geprobt und an der Lesefreundlichkeit gefeilt.

Die Talentschmiede ist seit Februar 2008 in Betrieb: Von Anfang an mussten die rund drei Dutzend ausgewählten JU’ler zeigen, dass ihnen die Weiterbildung am Herzen liegt. Einer von ihnen ist Dennis Junk. Der 24-Jährige aus Hontheim ist Finanzberater und seit der Schule für die JU aktiv. Seine Biografie lässt Freizeit-Stress vermuten: Studium der Wirtschaftwissenschaften neben dem Beruf, JU-Kreisvorsitzender Bernkastel-Wittlich, Beisitzer im CDU-Bezirksvorstand, kommunaler Mandatsträger. Von den Erfahrungen des Förderprogramms hat er profitiert: „Das Ganze ist ein großer Erfolg. Es stehen einem alle Türe offen, wenn man es denn möchte“, erklärt er. Sein persönliches Highlight waren zwei Begegnungen in Berlin während seiner Zeit im Bundestagsbüro von Mentor Peter Rauen: „Ein Praktikum in Berlin vergisst man nicht. Der Punkt auf dem i war die Teilnahme an zwei kleineren Gesprächrunden mit Horst Köhler und Angela Merkel.“

Verbindungen schaffen, Kompetenzen vermitteln, Erfahrungen nutzen und neue Impulse geben – das sollte das Nachwuchsförderprogramm erreichen. „Die Teilnehmer können von Mentoren lernen und in den Seminaren Arbeitstechniken trainieren, die zum Rüstzeug für Politiker gehören“, sagt Josef Rosenbauer, Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz, der die Nachwuchsförderung ins Leben gerufen hat. „Wir freuen uns sehr, dass dieses Angebot so gut angenommen wird. Es zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Noch wenige Wochen, dann ist die erste Etappe geschafft. Im Rahmen des Landesparteitages werden die Absolventen der Premiere ausgezeichnet; sie werden weiter durch spezielle Angebote gefördert. Auf der Bühne des Parteitages hebt sich auch der Vorhang für die zweite Auflage der Nachwuchsförderung, für Politiktalente 2009. Ende März kommen alle Teilnehmer zu einem Wochenendtermin zusammen und starten dann in das neue Seminarprogramm, das den Schwerpunkt in Richtung persönlicher Arbeitstechniken verschiebt. Und auch die praktischen Einheiten wurden etwas anders moduliert und insgesamt flexibeler gestaltet. Kleine Kurskorrekturen auf dem richtigen Weg, findet auch Dennis Junk: „Ich gratuliere allen, die dieses Jahr in den Genuss der Förderung kommen – es lohnt sich!“