30. November 2011

JU Herxheim-Hayna präsentierte Nacht der Chöre

Herxheim.  Eine Premiere mit großem Erfolg: Die Junge Union Herxheim-Hayna hatte erstmals zu einer „Nacht der Chöre“ eingeladen, die mit modernem Repertoire das Publikum in der voll besetzten Festhalle begeisterte und zu einem grandiosen Festival der Stimmen wurde.

Alles wurde noch mit einem guten Zweck verbunden: Mit dem Erlös wird die Arbeit der Lebenshilfe Kreisvereinigung Landau-Südliche Weinstraße unterstützt. Während draußen bei leichtem Herbstwind die Blätter tanzten, brandete drinnen Beifall auf. Es war in jeder Beziehung eine ungewöhnliche „Nacht der Chöre“ voller mitreißender Überraschungen mit den Südpfalzlerchen als dem derzeit erfolgreichsten deutschen Kinder-und Jugendchor unter 17 Jahren, der 1994 aus dem Chor ehemaliger Grundschüler hervorgegangen ist, dem Chor Zweitausendneun aus Rülzheim, dem Chor „Chorisma“ aus Insheim und dem a capella Chorensemble „InTakt“ aus Offenbach. Sven Koch, Initiator und Moderator der „Nacht der Chöre“ konnte durch ein buntes Programm kurzweiliger musikalischer Unterhaltung für jedermann führen, das mit einer Mischung aus Pop und Gospel, in die sich zuweilen auch afrikanische und südamerikanische Klänge mischten und musikalische Leckerbissen in Hülle und Fülle bot, begeisterte.

Bei dem Konzert ging es sehr fröhlich zu. Die sonst übliche Distanz zur Bühne war schon bei den Südpfalzlerchen unter der Leitung von Klaus Eichenlaub einem familiären Miteinander gewichen. Es entwickelte sich ein erfrischendes Wechselspiel zwischen den Chören, Publikum, Dirigenten und Ansage.

Dass Singen eine elementare Lebensäußerung des Menschen ist bewiesen die Südpfalzlerchen gleich zum Auftakt mit „Un poquito cantas“ aus Südamerika. Wunderschön, regelrecht zum Dahinschmelzen Brunos Coulais „Vois sur ton chemin“, das die jungen Sängerinnen und Sänger so gefühlsvoll darboten. „Ich bekomme eine Gänsehaut, das ist unglaublich. Die singen so wunderschön“, gestand eine ältere Dame, die mittlerweile längst zum Fan dieser jungen Sängerschar geworden ist. Viel Beifall gab es auch für „Adiemus“ als Titel eines Liedes, das der walisische Komponist Karl Jenkins für einen Werbespot der amerikanischen Fluggesellschaft Delta Air Lines komponierte. Die „Sprache“, die dabei verwendet wird, ist eine Erfindung von Jenkins und besteht aus erdachten Silben und Wörtern, so dass die Sprache in den Hintergrund treten kann und die Stimme als Instrument in den Vordergrund tritt. Mit Mias „Hungrigem Herz“ beschlossen die Südpfalzlerchen ihren musikalischen Reigen, der erneut die Klasse und das anspruchsvolle vokale Musizieren dieses Kinder-und Jugendchors unter Beweis stellte.

Der Chor „InTakt“ aus Offenbach gefiel mit einem Querschnitt seines breit gefächerten Repertoires, das unter ihrer Frontfrau Andrea Zwick von kirchenmusikalischen Klängen über Madrigale, internationale Volkslieder bis hin zu den Beatles reicht. „Fair Phillis I saw“ von John Farmer wurde ebenso dargeboten wie „Probier´s mal mit nem`Bass“ von Daniel Dickopf/Severin Geissler oder deren „Powerfrau“. Bei den Sängerinnen und Sängern war die gemeinsame Leidenschaft für die Musik zu spüren, die Menschen einander näher bringt.

„Chorisma“ aus Insheim mit ihrer Dirigenten Isabelle Dawo brachte den Saal zum Beispiel mit Hanne Hallers „Vater unser“  oder „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern zum Mitsingen.

Die „Nacht der Chöre“ und damit einen herrlichen Konzertabend ausklingen ließ die Gruppe „Zweitausendneun“ aus dem benachbarten Rülzheim unter ihrem Leiter Ralf Roth. Reichen Applaus erntete der Chor beispielsweise mit „Africa „ „ Desperado“ und der Volksweise die „Gedanken sind frei“. Sven Koch präsentierte ein hervorragendes Ereignis und durfte zu Recht viele Komplimente für einen unvergesslichen Abend entgegennehmen. (som)