9. November 2014

Mehr Flexibilität von Seiten der Schule: Sichere Schulwege mit häufigen Streiks unvereinbar!

SU Rheinland-Pfalz fordert Rücksichtnahme auf Schüler und Eltern

StreikMainz. In den vergangenen Wochen legten die Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) immer wieder weite Teile des öffentlichen Nahverkehrs lahm. Diese Streiks, oftmals nur kurz vor Beginn angekündigt, beeinträchtigen die Schulbildung der rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schüler.

„Viele wissen nicht, wie sie morgens in die Schule kommen sollen oder mittags wieder nach Hause. Eltern werden gezwungen, auf die Schnelle einen alternativen Transport zu organisieren. Das kann teuer und schwierig werden, ist aber vor allem für jüngere Kinder unzumutbar“, so Marco Schreiber, SU Landesvorsitzender. Noch zum Schuljahresbeginn verabschiedete die Schüler Union eine Forderung nach sicheren Schulwegen. „Sicher heißt für die Jüngsten auch, dass sie wissen, woran sie sind“, fasst Marco Schreiber zusammen. Das ist mit den häufigen Streiks unvereinbar.

Die SU Rheinland-Pfalz fordert die GDL auf, bei ihren Streiks Rücksicht auf den Schulweg der Kinder zu nehmen und appelliert gleichzeitig an das Bildungsministerium, entsprechende Maßnahmen zu treffen. „Wenn zum Beispiel klar ist, dass wegen der Streiks nur der Zug nach der sechsten Stunde fährt, dann muss zum Wohle der Kinder der Nachmittagsunterricht ausnahmsweise einmal ausfallen. Nur so ist ein verhältnismäßiger Heimweg der Schülerinnen und Schüler gewährleistet“, fasst Geschäftsführer Christian Becker zusammen. „Im Zweifel ist der sichere und ordnungsgemäße Heimweg einer Fünftklässlerin eben wichtiger als die 7. und 8. Stunde Bildende Kunst.“ Deshalb soll im Streikfall der Unterricht nur stattfinden müssen, wenn es die Notfahrpläne erlauben.

„Wir haben gesetzmäßigen Unterrichtsausfall auch bei schwerem Unwetter, weil die Züge nicht fahren“, so der Bildungsreferent der SU, Robin Thomas. Ein Streik sei vergleichbar. Es ginge jetzt darum, eine Rechtsgrundlage wie bei Unwetter zu schaffen. Die Schule soll nach Forderung der SU trotzdem geöffnet bleiben, um die Betreuung der Jüngeren zu gewährleisten. Außerdem sollen Schulen verpflichtet werden, frühestmöglich per Aushang und auf ihrer Website über den Streik zu informieren. „Leider können wir uns nicht darauf verlassen, dass wirklich alle Eltern die Nachrichten verfolgen“, begründet Robin diese notwendige Forderung.

Die Schüler Union Rheinland-Pfalz schenkt diesem wichtigen Aspekt die notwendige Aufmerksamkeit und wird ihre Forderung, die sich im Programmpunkt „Sichere Schulwege“ fügt, weiter vorantreiben. Schon vor den Herbstferien habe der Streik nicht nur die Schulwege erheblich erschwert, sondern auch die Ferienplanung der Familien beeinträchtigt. „Wir treten für gute Bildung und starke Familien ein, deshalb reagieren wir auf die Bedürfnisse der Schüler und Eltern“, schließt Landesvorsitzender Marco Schreiber zuversichtlich.