24. November 2011

Mainzer Bildungsgespräch im rheinlandpfälzischen Landtag mit Herrn Prof. Dr. Wöller

Junge Union Westerwald aktiv vor Ort

Die CDU Landtagsfraktion hat bildungspolitisch Interessierte zu einer Veranstaltung mit Sachsens Kultusminister Prof. Dr. Roland Wöller geladen. Gemeinsam mit Gabi Wieland (MdL) sind die JUler Jenny Groß (JU Kreisvorsitzende), Dominic Bastian (Beisitzer im JU KV) und JU Neumitglied Frederike Schroer nach Mainz gefahren, um dort zu erfahren, was der Pisa–Sieger besser macht als andere Bundesländer. Die jungen Christdemokraten haben in diesem Jahr ihr Themenjahr „Bildung und Ausbildung“ und mit ihrer Initiative bereits auf CDU Kreis- und JU Landesebene inhaltliche Beiträge geliefert.

Seit Monaten diskutieren die Landesverbände und Gliederungen den Antrag zur „Bildungsrepublik Deutschland“. Aus ganz Rheinland-Pfalz kamen Anregungen und Änderungsvorschläge, auch die CDU Westerwald hat acht Punkte benannt, die es bei der bildungspolitischen Weichenstellung zu beachten gibt. Daher war es der Vorsitzenden der Bildungswerkstatt, Jenny Groß und allen bildungspolitisch aktiven JUler ein besonderes Anliegen mit einem Kultusminister zu sprechen, der mit  seiner Bildungspolitik eine führende Rolle in Deutschland hat.

Kultusminister Wöller sprach von für ihn vier wichtigen Eckpfeilern der Bildung, diese sind: Strukturen von Elternseite, denn sie sind ein mithelfendes Element für die Bildungsmotivation der Kinder. Durchlässigkeit muss gewährleistet und weiter ausgebaut werden, besonders mit Blick auf den demographischen Wandel. Die Chancengleichheit muss gewahrt werden. In Zeiten von immer mehr privatisierten Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen muss dies von der christdemokratischen Politik und dem Standpunkt, dass jeder Mensch verschiedene Neigungen und Talente hat, besonders berücksichtigt und erhalten bleiben. „Der Mensch ist nicht erst mit dem Abitur etwas wert. Es kommt auf die Begabungen des Einzelnen, seine Förderung und die Forderungen durch Eltern, Lehrer und Ausbildung an, “ erklärte Wöller. Letzter elementarer Punkt: Stabilität/ Verlässlichkeit. Es kann nicht sein, dass an dem Bildungsrohstoff ständig unsachgemäß „gewerkelt“ wird und die Kernarbeit von Lehrern nicht mehr im Vordergrund steht. „Die Schule ist für die Schüler da, nicht umgekehrt!“, postulierte der Kultusminister. Einhellig sagten dazu Gabi Wieland (MdL), Dominic Bastian, Frederike Schroer und Jenny Groß „Ein Schulschild mit der Aufschrift `Bitte nicht stören – wir unterrichten` müsste dringend angebracht werden.“

Zum Thema muttersprachlicher Unterricht sagten Dominic Bastian und Jenny Groß: „Die Sprachförderung in Deutsch muss Vorrang haben. Herkunftssprachliche Angebote können parallel angeboten werden, dürfen die Förderung in Deutsch aber nicht ersetzen.“ So erklärte Wöller, dass in Sachsen ein ähnliches Angebot problemlos bestehe. Dort findet vormittags verbindlich Deutschunterricht und Förderung statt, am Nachmittag dann muttersprachlicher Unterricht. Frederike Schroer, selbst Schülerin der 13. Klasse, monierte den nicht mehr zumutbaren Unterrichtsausfall an einem wirtschaftlichen Gymnasium. „Wir stehen kurz vor dem Abitur und der Unterricht fällt wöchentlich in vielen Fächern aus – wie wollen wir dann den Anforderungen später gerecht werden?“

Festzuhalten bleibt, dass die „Baustelle Bildung“ noch lange nicht beendet ist und auf allen Ebenen noch großer Handlungsbedarf herrscht. Jedoch wird dies nicht mit einer Rot-Grün geführten Landesregierung geändert werden. Die Junge Union Westerwald wird sich weiterhin für eine ehrlichere und praxisorientiertere Bildungspolitik einsetzen und den Finger in die zahlreichen Wunden des Kultusministeriums in Mainz legen.