7. Mai 2017

Lieber Ehrenamt als Vollrausch – Junge Union gegen Legalisierung von Drogen

Die Junge Union spricht sich gegen jedwede Legalisierung von Drogen aus und kritisiert in diesem Zusammenhang den „Global Marihuana March“ am heutigen Samstag in der Mainzer Innenstadt. „Drogen zerstören Familien und töten Menschen. Daran ändert auch eine Legalisierung nichts- sogar das Gegenteil wäre der Fall. Marihuana ist gerade für Minderjährige sehr gefährlich und eine Legalisierung würde diese Droge gesellschaftsfähig machen. Sie kann eine Einstiegsdroge für junge Menschen in wahre Abwärtsspiralen sein. Eine Legalisierung wäre das völlig falsche Zeichen“, so Felix Leidecker, Kreisvorsitzender der Jungen Union und stellv. Mainzer CDU-Chef.

Gerade die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass die Argumente der Legalisierungs-Aktivisten falsch sind. „Ebenso wie in den Niederlanden vor einigen Jahren, würde uns in Deutschland ein Drogen-Tourismus aus ganz Europa drohen. Und mitnichten würde dadurch die Kriminalität zurückgedrängt: Gerade das Beispiel USA zeigt, dass sich die Kartelle und Dealer sofort neue Einnahmequellen schaffen: Ein ausufernder Markt an Chrystal Meth, Kokain oder Heroin wäre die Folge. Und auch das Steueraufkommen ist kein Argument: Es ist nicht Aufgabe des Staates, Einnahmen durch die Sucht anderer zu generieren. Die Folgekosten für die erhöhte Zahl an schwerst Suchtkranken wäre um ein Vielfaches höher“, so Leidecker weiter. “Die Bundesregierung hat Canabis unter hohen Auflagen für schwersterkrankte Menschen zur Linderung von chronischen Schmerzsymptomen freigegeben. Dies ist als Ableitung aus unserem Grundrecht auf Menschenwürde geboten. Eine komplette Legalisierung als “Lifestyle-Produkt” lehnen wir allerdings kategorisch ab.”

Die Junge Union fordert hingegen den weiteren Ausbau von Präventions- und Beratungsmaßnahmen. „Wir sind bei der Bekämpfung von Alkoholismus auf einem guten Weg, das zeigen diverse Studien. Aber wir müssen viel früher und viel intensiver an die Schulen und aufklären: Drogenkonsum darf nicht als Lifestyle verharmlost werden. Er ist und bleibt gefährlich- und der Staat hat seinen Bürgern gegenüber eine Fürsorgepflicht. Wir wünschen uns, dass ehrenamtliches und zivilgesellschaftliches Engagement höher geschätzt wird, als sich mit Drogen die Sinne zu vernebeln.“