10. Januar 2018

Kreistag der JU Neuwied beschäftigte sich mit Gesundheitspolitik

Der diesjährige Kreistag der Jungen Union (JU) Neuwied stand im Rahmen der Gesundheitspolitik. Außerdem schaute der JU-Kreisvorsitzende Simon Solbach auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück.

Unter dem Titel „Gesundheit, Burnout, Antibiotika – Rahmenbedingungen und aktuelle Entwicklungen im Apothekenbetrieb“, diskutierten die jungen Politiker über die Rolle der Apotheken in der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung. Als Expertenimpuls stellte Apotheker Michael Solbach, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Neuwied-Irlich, Zahlen und Fakten zum Apothekenwesen in Deutschland vor. Er schilderte seine persönliche Erfahrung über die Bedeutung der Medikamentenversorgung im Kreis Neuwied besonders bezogen auf ländliche Regionen.

Die Apotheken haben den gesetzlichen Auftrag die Bevölkerung mit Arzneimitteln zu versorgen und entsprechend zu beraten. In einer Beratung stellte der Apotheker gar eine vorher unbekannte Diabeteserkrankung fest, obwohl der Kunde zunächst nur über akuten Juckreiz klagte. Dies war möglich durch fachgerechte Fragen und der Analyse von Arzneineben- und Wechselwirkungen, die ein Apotheker vor Ort leistet.

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Arzneimittel entfallen dabei zum größten Teil auf die Pharmazeutische Industrie. Die Ausgaben für die 19-prozentige Mehrwertsteuer auf Arzneimittel lagen 2016 noch vor den Ausgaben für Apotheken.

Thematisiert wurde zudem der gestiegene Vorsorgewille der Bevölkerung ‚bevor der Arzt kommt‘ aber auch der angestiegene Konsum von Schmerzmitteln.

Multiresistente Keime werden darüber hinaus die gesundheitliche Versorgung auf die Probe stellen und es könnte notwendig sein über politische Anreize für die Entwicklung neuer Antibiotika nachzudenken.