25. April 2017

Junge Union fordert hauptamtliche Kraft für Integrationsarbeit

Der Kreisvorstand der Jungen Union (JU) Kaiserslautern-Land war bei seiner letzten Sitzung zu Gast beim Jugendbüro Ramstein. Volker Hammel, der Leiter des Jugendbüros, stellte die Arbeit den interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor.

Ramstein hat durch die Stationierung der US Streitkräfte und der verbündeten NATO Einheiten viele Einwohner aus aller Welt. Einige davon bleiben für immer, andere nur so lange die militärische Abordnung dies vorsieht. Zurzeit leben und arbeiten Menschen aus 82 Nationen in und um Ramstein.

Das Jugendbüro, welches sich seit langem nicht mehr nur für Jugendliche öffnet, bietet mit seinen mehr als 30 ehrenamtlichen Unterstützern, Sprach- und Integrationskurse an. Zu den weiteren Kernaufgaben gehören aber auch die Vorbereitung von Jugendlichen auf das Berufsleben, die Jugendgerichtshilfe, die Suchtberatung und Suchthilfe, Hilfe bei Gewalt in der Familie sowie Präventivmaßnahmen und vieles mehr. Für Volker Hammel ist es ungemein wichtig, dass jeder Einwohner in und um Ramstein weiß, dass man sich bei Problemen immer vertraulich an das Jugendbüro wenden kann.

Weil das Jugendbüro schon mehrere Preise für die hervorragende Integrationsarbeit erhalten hat, wandte man sich vor einiger Zeit an den Landesbeauftragten für Migration und Integration, Miguel Vicente. Dieser, begeistert von den Leistungen, versprach seiner Zeit ein Modellprojekt für Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu starten. Hier sollte eine hauptamtliche Stelle zur Integration von Jugendlichen und Erwachsenen geschaffen und vom Land Rheinland-Pfalz finanziert werden. Nachdem sich über mehrere Monate nichts mehr getan hatte, sprach man Herrn Vicente nochmals an. Leider wurde bei diesem Gespräch mittgeteilt, dass man dieses Projekt nicht weiter verfolgen wird.

Wesentlich mehr Unterstützung erfährt das Jugendbüro durch die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, allen Voran durch den Bürgermeister Ralf Hechler und den Beigeordneten Marcus Klein. Beide sind auch außerhalb Ihres Amtes für das Jugendbüro aktiv. Auch der Kreis Kaiserslautern unterstützt die Einrichtung. Der Landrat Paul Junker und der jetzige Leiter der Abteilung Jugend und Soziales, Ralf Leßmeister wissen schließlich als Bewohner der VG Ramstein um den großen Nutzen der hier gestiftet wird.

„Es ist schon bemerkenswert was hier mit überwiegend Ehrenamtlichen geleistet wird. Sehr geehrter Herr Vicente, greifen Sie das Modellprojekt wieder auf und stellen Sie Mittel für eine hauptamtliche Stelle zur Verfügung! Das dort investierte Geld dient dem Zusammenhalt unserer Gesellschaft und der Einbindung fremder Kulturen in unseren Kulturbereich. Noch sinnvoller könnte man das Geld kaum einsetzten“, so der Kreisvorsitzende der Jungen Union Kaiserslautern-Land abschließend.