17. April 2018

Junge Union: Bibelturm-Entscheidung ist politische Abrechnung mit desaströser Stadtpolitik – Zukunft des Gutenberg-Museums liegt in einem großen Wurf

Die Junge Union begrüßt das Ergebnis des Bürgerentscheides. Torsten Rohe, JU-Vorsitzender, und Marc Philipp Janson, stellvertretender JU-Vorsitzender, erklären dazu:
„Dieses Ergebnis ist nicht weniger als eine Klatsche für Oberbürgermeister Ebling! Die Mainzerinnen und Mainzer haben sich am Wochenende nicht nur gegen den Bibelturm, sondern auch gegen die miserable Stadtpolitik der letzten Jahre ausgesprochen. Verkehrschaos, Rathaus-Desaster, explodierende Mieten, Investitionsstau bei Schulen und Bürgerhäusern… die Liste ist lang! Wir fordern daher, dass die Verantwortlichen Konsequenzen ziehen und Stadtpolitik für die Bürger und nicht an den Bürgern vorbei machen.“
Die jungen Christdemokraten sehen die Zukunft des Gutenberg-Museums außerhalb der städtischen Trägerschaft. Rohe und Janson dazu:
„Die Mainzer Bürger wollen jetzt ein Konzept sehen, das fundamental anders ist: Dass einem der größten Bürger der Stadt gerecht wird und gleichzeitig der schwierigen haushälterischen Situation Rechnung trägt. Daher ist es für uns unerlässlich, dass das Museum aus der städtischen Trägerschaft befreit wird. Mit Zuschüssen aus Bund oder Land, sowie von privaten Investoren, ist nur dann zu rechnen, wenn ein großer Wurf kommt.“
Die JU ermutigt die Stadt, unterschiedliche Standorte zu prüfen und schlägt selbst einen Standort vor.
„Wir sind dafür zu prüfen, ob das Rathaus hierfür geeignet sein könnte. Ein Gutenberg-Museum des Buchdrucks, das die Geschichte und Bedeutung von Medien – von der Erfindung des Buchdrucks bis hin zum Internet – beleuchtet, in einem markanten Gebäude am Rhein mit entsprechender Verkehrsanbindung, kann eine Bereicherung für Mainz sein. Die Stadt profitiert doppelt. Eine Verlagerung der Stadtverwaltung aus dem Rathaus in Teile des kurfürstlichen Schlosses – wie von der CDU-Fraktion schon vor über zwei Jahren vorgeschlagen – würde eine Lösung für das Rathaus-Problem liefern. Auch wenn der Stadtrat für eine kostenintensive Sanierung des Rathauses gestimmt hat, muss diese Diskussion ergebnisoffen geführt werden, aufgrund der Tatsache, dass mit dem Ergebnis vom Sonntag die Mainzer Stadtpolitik auf den Kopf gestellt wurde“, erläutern Rohe und Janson.