7. Dezember 2012

JU und Bürger für verbesserte Infrastruktur im Rhein-Lahn-Kreis

Zusammen mit den Bürgern im Kreis hat sich die Junge Union Rhein-Lahn innerhalb der vergangenen Wochen intensiv mit der örtlichen Infrastruktur auseinandergesetzt. Die Junge Union hatte dazu aufgerufen, schlechte Straßen zu melden. Durch unterschiedlichste Zusendungen von Bildern und Beschreibungen desolater Straßenzustände, machte die Bevölkerung ihrem Unmut Luft.  Dabei ging das Spektrum von örtlichen Anliegen wie die Sanierung des Hochwassernotweges in Osterspai bis hin zu großen länderübergreifenden Infrastrukturfragen. Die Junge Union nimmt diese Bürgerschilderungen als Grundstein für ein Zukunftskonzept einer lebensfähigen Infrastruktur im Rhein-Lahn Kreis.

Gerade die L335 hat sich vermehrt als Sorgenkind erwiesen.

„Ein Flickenteppich, wie er durch wiederholte Teilreparaturen entsteht, kann keine Dauerlösung sein. Wir benötigen nicht nur vollsanierte, sondern auch ausgebaute Strecken, die zu einer Verkehrsentlastung und zu mehr Sicherheit führen“, erläutert stellv. Kreisvorsitzende Nicole Schmidt.

Die Junge Union verweist deshalb nicht nur auf den Zustand der Landesstraßen, sondern auch auf den unzureichenden Ausbau des Gesamtverkehrsnetzes:

Ortsumgehungen sind teilweise schon über Jahrzehnte in Planung, ohne sichtbare Ergebnisse vorweisen zu können. Die immer noch ausstehende Ortsumgehung Miehlen/Marienfels gilt hierbei als Paradebeispiel.  Für die Streckennutzer ist es wichtig, dass derartige Projekte möglichst schnell und unbürokratisch realisiert werden.

Eine zusätzliche Problematik des Fernanschlusses ergibt sich durch einen mangelnden Ausbau der „Bäderstraße“.  Aufgrund des immer stärker steigenden Pendleraufkommens besteht auch hier dringender Handlungsbedarf.

„Wir brauchen schnelle Verbindungen, damit Arbeitnehmer in ihrer Region leben bleiben können“, merkt Vorsitzender der JU Aar Andreas Schelke an. Kreisvorstandsmitglied Cedric Crecelius ergänzt hierzu: „Der Rhein-Lahn Kreis kann nur überleben, wenn die Verkehrswege (Bäderstraße) in das Rhein-Main-Gebiet ausgebaut werden. Eine schnelle Verbindung ist für Pendler genauso von Nöten wie für die heimische Wirtschaft.“

Ein starker Schlag für die Region war zweifelsohne die Absage der rot-grünen Landesregierung zur dringend notwendigen Mittelrheinbrücke. Als Bindeglied hätte diese eine lange bestehende offene Lücke im Verkehrsnetz schließen und sowohl Wirtschaft, als auch Bevölkerung neue Perspektiven bieten können.

„Der Westerwald hat gezeigt, dass große Infrastrukturprojekte im ländlichen Raum möglich sind und sich positiv auf Bürger, Wirtschaft und Gemeinden auswirken“, erklärt JU-Kreisvorsitzender Dennis Maxeiner.

JU Think-Tank „Zukunftsverkehr für heimische Bürger und Wirtschaft“:

–         Sanierung von schlechten und dadurch risikoreichen Straßen

–         Mittelrheinbrücke samt geeignete Anbindung zur A 61

–         Ortsumgehung Braubach

–         Ortsumgehung Miehlen / Marienfels

–         Dreispuriger Ausbau der L335 Braubach-Holzhausen

–         Mehrspuriger Ausbau der B260 (Bäderstraße) bis zur A66 Rhein-Main Schnellweg