23. Mai 2017

Hunsrückkonferenz der Jungen Union – Damit ländliches Leben auch in Zukunft gelingt

Blankenrath. Wie kann man den ländlichen Raum attraktiv für junge wie ältere Menschen gestalten? Zu dieser breit aufgestellten Fragestellung hat die Junge Union (JU) aus den Kreisen Cochem-Zell, Rhein-Hunsrück, Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld und Bad Kreuznach nach Blankenrath eingeladen. Zur Sprache kommen bei der Konferenz viele Ideen, die zeigen, dass Lebensqualität auf dem Land aus ganz unterschiedlichen Facetten besteht.

 

Jens Münster aus Altlay, Kreisvorsitzender der JU Cochem-Zell, moderiert die Veranstaltung und geht in seinen Ausführungen auf die Herausforderungen der Region in der nächsten Zeit ein. Er sagt: „Der ländliche Raum ist in den vergangenen Jahren von Seiten des Landes Rheinland-Pfalz ziemlich vernachlässigt wurden. Es ist Zeit, das Ausdünnen von Schulen und Polizei vor Ort zu stoppen. Dafür sollten wir eintreten.“ Ziel müsse es sein, dass sich die Auswanderung junger Menschen weg vom Land in die Städte nicht weiter fortsetze.

 

Landrat Manfred Schnur sieht in der Digitalisierung eine große Chance für den ländlichen Raum. Er ist sich sicher: „Klimaschutz rechnet sich. Der Kreis Cochem-Zell setzt deshalb mit seinen Konzepten in der Umweltpolitik, beispielsweise im Bereich der Biomasse, starke Schwerpunkte für eine gesunde Umgebung, in der unsere Bürger gerne wohnen.“ Ein wichtiger Ansatzpunkt ist laut Schnur daher auch der Ausbau der Elektromobilität.

 

Jochen Hansen, Ortsbürgermeister von Blankenrath, beschäftigt sich unter anderem mit der demographischen Entwicklung in der Hunsrückgemeinde. So sei das aktuelle Baugebiet am Flaumbach in der Ortsmitte gut nachgefragt. Hansen: „Blankenrath bietet durch Kindergärten, Grundschule, Ärzte, Banken und Lebensmittelgeschäfte die Möglichkeit, die täglichen Grundbedürfnisse vor Ort zu erfüllen. Das ist extrem wichtig für die Zukunft der Gemeinde.“

 

Der Bundestagsabgeordnete Peter Bleser ist sich sicher: Der ländliche Raum steht vor einer Renaissance seiner Perspektiven. So sei es durch die Breitband-Versorgung möglich, dass die Menschen mehr vom Home-Office zuhause arbeiten können. Zudem müssten duale Studiengänge gestärkt werden, da insbesondere die ländlichen Gebiete davon profitieren würden. Bleser sagt: „Mit dem Hochmoselübergang, der schnelle Wege in unserer Region möglich macht, dem autonomen Fahrens sowie mit Elektroautos werden sich gute Möglichkeiten für alle Generationen zwischen Eifel, Mosel und Hunsrück ergeben.“

 

Der Landtagsabgeordnete Alexander Licht kritisiert den Umgang der Landesregierung von Rheinland-Pfalz mit Großprojekten im ländlichen Raum. Er sagt: „Egal ob beim Nürburgring oder beim Flughafen Hahn. Diese Großprojekte werden von der SPD-Landesregierung stümperhaft angegangen.“ Insgesamt seien durch Fehlinvestitionen nur bei diesen beiden Großprojekten mehr als eine Milliarde Euro in den Sand gesetzt werden, die laut Meinung der CDU dringend für mehr Lehrer und stärkere Polizeipräsenz benötigt werden.