8. Oktober 2014

Gegen Gewalt im Fußball – JU Rheinland-Pfalz verabschiedet Maßnahmenpaket

Von Christian Klein, Sprecher des Arbeitskreises Inneres und Recht:

Angesichts neuer gewalttätiger Ausschreitungen bei Zweitligaspielen in Rheinland-Pfalz erklärt der Sprecher des „Arbeitskreises Inneres und Recht“ der Jungen Union Rheinland-Pfalz, Christian Klein:

„Der Landesvorstand der Jungen Union Rheinland-Pfalz hat ein Positionspapier mit diversen Maßnahmen verabschiedet, um gegen die zunehmende Gewalt im Fußball vorzugehen. Das Papier war vorab von unserem „Arbeitskreis Inneres und Recht“ in Reaktion auf zahlreiche Gewaltausschreitungen bei Zweitligabegegnungen in Rheinland-Pfalz erarbeitet worden. Die gewalttätigen Ausschreitungen haben im Umfeld von Fußballspielen in den letzten Jahren stetig zugenommen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass durch das Fehlverhalten Weniger die großen Verdienste des Fußballs für unsere Gesellschaft in den Hintergrund treten. Als einen Schwerpunkt sehen wir als JU die Arbeit der Fanprojekte im Rahmen einer guten Präventionsarbeit an. Wir begrüßen es deshalb ausdrücklich, dass diese Fanprojekte in letzter Zeit von den Vereinen wieder mit weiteren finanziellen Mitteln ausgestattet wurden. Es ist wichtig, dass sich die Vereine hier in der Pflicht sehen.

Als weitere Maßnahme fordern wir eine Ausweitung der Videoüberwachung in den Fußballstadien. Gerade an Stellen, die bekanntermaßen Brennpunkt von Auseinandersetzungen sind, ist eine verstärkte Kameraüberwachung sinnvoll, um zeitnah einzelne Randalierer von der Gruppe auszusondern und damit deeskalativ auf die Situation einzuwirken.

Kollektivstrafen wie Geisterspiele kommen hingegen unserer Ansicht nach nur als letzter Ausweg in Betracht. Wir dürfen nicht übersehen, dass der Großteil der Fans in Deutschland sich friedlich verhält. Diese Fans dürfen nicht die Konsequenzen des Fehlverhaltens einer Minderheit tragen. Sollten „Geisterspiele“ als Kollektivstrafen in Ausnahmefällen doch ein geeignetes Mittel sein, schlagen wir vor, dem Beispiel aus der Türkei zu folgen und die Tickets an Kinder und Jugendliche zu verschenken. Außerdem fordern wir eine effektivere, zeitnahe Umsetzung von Stadionverboten. Dabei sollte das Verfahren zum Aussprechen von Stadionverboten bundesweit einheitlich und transparent geregelt werden. Jeder Betroffener eines Stadionverbotes sollte die Möglichkeit haben, das Verbot durch eine Kommission, besetzt mit Vertretern des Vereins, der Fans und der Polizei, überprüfen zu lassen.“

 


 

Hier gibt es unser Positionspapier Bekämpfung der Gewalt im Fußball als direkten Download (pdf):