12. November 2014

„Frauentausch“ im Bildungsministerium – Schulpolitik auf RTL-Niveau?

SU sieht Wechsel an der Spitze des Bildungsministeriums kritisch

Mainz. Die Schüler Union Rheinland-Pfalz sieht den Machtwechsel an der Spitze des Bildungsministeriums kritisch. Dass Frau Doris Ahnen (SPD) in Zukunft nicht mehr dem Ministerium vorstehen wird, ist zu verkraften. Nun soll sie sich allerdings um die ohnehin schon überstrapazierten Finanzen des Landes kümmern. Marco Schreiber, Landesvorsitzender der SU, äußert seine Bedenken: „Sie konnte noch nicht einmal den Unterrichtsausfall richtig zählen: Erst sagte sie, es gäbe keinen. Dann versprach sie, ihn zu reduzieren. Frau Ahnen als Finanzministerin? Das macht uns Angst.“

Bild SU RLP

Mit Frau Staatssekretärin Vera Reiß tritt nun eine Dame aus der zweiten in die erste Reihe – und gleichzeitig ein schwieriges Erbe an. Zu viele Baustellen, vor allem bei der Schulbuchausleihe und bei der immens wichtigen Inklusion, hinterlässt Doris Ahnen. „Das sind Themen, bei denen Frau Ministerin Ahnen bereits Gelegenheit hatte, ihren unrühmlichen Umgang mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger zu beweisen“, kommentiert Geschäftsführer Christian Becker. Kann die neue an der Spitze des Hauses es besser?

„Mit ihrer wörtlichen Aussage, keine Mutter könne ihrem Kind das bieten, was eine Kinderkrippe zu bieten habe, hat sich Frau Reiß bereits im Vorfeld disqualifiziert“, so Schreiber und Becker. Der Frauentausch wird, ungeachtet der Lebensleistung der beiden Ministerinnen, nach Ansicht der SU Rheinland-Pfalz die Situation in der Schulpolitik nicht zum besseren verändern; „sie bleibt auf RTL-Niveau“. Fest steht nur: Kein Kind in Rheinland-Pfalz muss sich von seiner Mutter das bieten lassen, was die Bildungsideologen der Landesregierung für uns vorgesehen haben.