29. März 2018

Damit der ländliche Raum eine Zukunft hat – Gemeinsamer Arbeitskreis von CDU und JU Cochem-Zell bietet viele Veranstaltungen an

Cochem-Zell. Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Wandel der Arbeitswelt, Infrastruktur vor Ort. Die JU und CDU suchen Antworten auf wichtige Fragen abseits der Ballungsgebiete. Vorangegangen waren eine Umfrage im Wahlkreis des Bundestagsabgeordneten Peter Bleser und ein großer Kongress in Zell, um herauszufinden, welche Themen den Bürgern auf dem Land unter den Nägeln brennen.

Der Vorsitzende des neuen Arbeitskreises und Kreisvorsitzende der JU Cochem-Zell Jens Münster aus Altlay erklärt: „Wir haben es in diesem Arbeitskreis der ‚Persönlichen Perspektive auf den Ländlichen Raum‘ mit einer Vielzahl an Themen zu tun, mit denen wir die Attraktivität in der Region steigern können. Als Arbeitskreis haben wir uns daher auf vier zentrale Aktionen für Themen, die wir als besonders wichtig ansehen, geeinigt. Diese möchten wir in Runden Tischen, Bürgerumfragen, Ortsbesichtigungen und Podiumsdiskussionen in diesem Jahr angehen.“ Der Arbeitskreis umfasst dabei Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder der JU und CDU, die von Schüler bis zum Rentner allen Altersgruppen angehören und aus dem gesamten Gebiet des Landekreises Cochem-Zell kommen.

Ein erstes wichtiges Ziel ist die Steigerung der Attraktivität der beruflichen Bildung in der Region. So habe sich beispielsweise die Schülerzahl an der Berufsbildenden Schule in Cochem verglichen mit Spitzenzeiten mehr als halbiert. Die Konkurrenz zwischen den einzelnen Schulformen in der Region sei recht hoch, für die Berufsbildenden Schulen sei es daher oft schwierig, Schüler aus anderen Schulformen zu gewinnen. Eine Umfrage zum Thema „Ausbildung in der Region“, die allen Schülern im Kreis angeboten wird, soll daher eine Orientierung für weitere Maßnahmen bieten.

Ein zweites wichtiges Thema des Arbeitskreises ist die Zukunft der Gewerbegebiete an der A48. Um einen Überblick über den aktuellen Sachstand zu erhalten und gemeinsam mit Vertretern aus der Praxis Strategien für diese Gewerbegebiete zu entwickeln, ist ein Runder Tisch mit verschiedenen Beteiligten geplant. Der Runde Tisch mit Vertretern von Unternehmen, Vereinen, Innungen, Kammern und der Lokalpolitik aus den Verbandsgemeinden Kaisersesch und Ulmen soll dabei unter dem Motto stehen: Wie verstärken wir die Gewerbestandorte entlang der A48?

Der dritte Aspekt werden Ortsbesichtigungen in Gemeinden mit vielen Leerständen – insbesondere an der Mosel – sein. Es sei in zahlreichen Gemeinden schwierig, alte, leerstehende Häuser abzureißen, um so Grundstückfläche in den Ortskernen zu gewinnen. Auch die Parkplatzsituation sei verbesserungswürdig. In diesem Zusammenhang soll auch über die Rolle des Denkmalschutzes in diesen Gemeinden diskutiert werden.

Als viertes gemeinsames Ziel wird ein adäquates Angebot für ein Schwimmbad und Freibad in der VG Zell angesehen. Dazu sollen im Rahmen einer Podiumsdiskussion und einer onlinebasierten Umfrage die Meinungen der Bürger in der VG Zell an der Mosel und im Hunsrück zu diesem Thema abgefragt werden. Wichtig sei es dabei, bei einem Standpunkt für ein neues Freibad in der Verbandsgemeinde die Belange aller Gemeinden zwischen Hunsrück und Mosel zu beachten.
Der Vorsitzende des Arbeitskreises Jens Münster sagt: „Wir freuen uns auch über weitere Teilnehmer. Jeder kann hier mitmachen und Ideen einbringen – egal ob Mitglied der CDU oder JU oder nicht. Eine kurze Info an eines der Mitglieder des Arbeitskreises oder an die Kreisgeschäftsstelle der CDU genügt. Ich finde: Wenn wir gemeinsam an der Zukunft an der Mosel und in Hunsrück und Eifel arbeiten, dann hat das Leben abseits der großen Städte doch eine gute Chance für die nächsten Jahre.“