19. November 2014

BLACK.blog-Standpunkt: Zweite Insolvenz im Schlosshotel Bad Bergzabern, was nun Frau Dreyer?

Ein Standpunkt von Matthias Carra, Landesvorstandsmitglied der Jungen Union Rheinland-Pfalz. Er bloggt zur inzwischen zweiten Insolvenz des Schlosshotels Bad Bergzabern.

 


 

Des Königs neue Schlösser…

Es war einmal ein Landesvater, dem seine Heimat zu trist und nicht vorzeigbar genug war. So verkündete der selbstgekrönte König Kurt: „Man baue mir ein neues Schloss zu Bergzabern!“ Gesagt, getan schritten die rotgewandeten Untertanen zur Umsetzung. Sie bauten, renovierten und suchten nach Betreibern, damit der König in seine schöne, neue Residenz recht bald Gäste aus fernen Ländern willkommen heißen könne. Leider wollte kein Untertan die Residenz betreiben. Auch des Königs Thron wollte ihm in der Folgezeit nicht mehr standhalten. So trat der von Krankheit gezeichnete König ab und übergab sein ganzes Königreich Prinzessin Marie-Luise. Als man in der Schatzkammer nach den verbliebenen Goldstücken schauen wollte, fanden die fleißigen Kämmerer nur noch leere Schatztruhen.”

Soweit das Märchen.

In der realen Welt hat die SPD-Landesregierung einen beträchtlichen Scherbenhaufen zu verantworten. Dem Geschäftsmann, dem Wormser SPD-Mitglied Christian Gutland, den man uns als Privatinvestor vorgestellt hatte, waren die Kosten in Höhe von 7 Millionen Euro zu hoch. Das konnte er nicht stemmen. So sprangen das Land und die Stadt Bad Bergzabern ein und retteten das noch junge Projekt vor dem jähen Untergang.

Als das Schlosshotel dann fertig war, gab man ohne weitere Ausschreibung dem Herren Gutland der Vortritt. Nun ist dieser jedoch wider Erwarten pleite und das Schlosshotel – einst ein Leuchtturmprojekt von König Kurt und den Rotgewandeten – strahlt mit seinem insolventen Pächter.

Unterm Strich bleibt für die Stadt Bad Bergzabern ein klaffendes Loch in den Finanzen, in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro, ein Prestigeobjekt, das keines mehr ist und vermutlich auch nie eines werden wird.

Die Bürgerinnen und Bürger wurden einmal mehr von ihrem König im Stich gelassen, betrogen, belogen und verkauft. Für was? Für Pomp, Protz und Prestige! Steuergelder wurden wieder einmal verbrannt, Versprechungen nicht gehalten und Aufgaben nicht erfüllt.

Liebe SPD, lasst einfach die Finger von solchen Dingen, ihr habt gezeigt, dass ihr für solche Aufgaben weder die Ernsthaftigkeit noch die Voraussetzungen besitzt. Für euch bleibt nur noch ein Weg, entschuldigt euch ernsthaft bei den Bürgerinnen und Bürgern und tretet endlich ab!