16. November 2015

BLACK.blog-Standpunkt: Schwarz-Rot-Gold

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Ein BLACK.blog-Standpunkt von Burak Toprak. Er ist Medienreferent der Jungen Union Rheinland-Pfalz.

 


Mit Schrecken verfolgen wir die Anschläge von Paris und fühlen mit den Menschen.
Wir sind betroffen.

Wir sind betroffen aufgrund all der unschuldigen Menschen, die auf barbarische Weise ihr Leben verloren haben.

Wir sind betroffen, weil es jeden von uns hätte treffen können.

Wir sind betroffen, weil es vor allem ein Angriff auf unsere europäischen Werte ist, die uns alle im Herzen miteinander verbindet.

Wir sind Paris.

Wir sind in Freiheit aufgewachsen. Wir sind deutsch. Wir sind europäisch. Wir sind weltoffen.

Das ist unser Verständnis von der Tricolore, welche uns alle eint.

Diese Werte sind unbesiegbar. Über diese Werte darf nicht diskutiert werden.

Dennoch ist die Diskussion über unsere Werte so aktuell wie nie.

Für viele ist es das erste Mal, dass sie sich mit diesen Werten auseinandersetzen.

Für viele ist es das erste Mal, dass sie sich fragen, welche Werte sie haben.

Für viele ist es das erste Mal, dass sie sich über Europas Zukunft Gedanken machen.

Doch wer sind wir?

Hier aufgewachsene Jugendliche begehen verheerende Anschläge und fühlen sich fremd in ihren Ländern, ohne je in einem anderen Land gelebt zu haben.

Millionen von Menschen flüchten nach Europa und streben nach dem Demokratieverständnis Europas.

Menschen vereinigen sich und helfen Flüchtlingen und berufen sich dabei auf das europäische Grundverständnis der Menschlichkeit.

Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, beschwören das „christliche Abendland“.

Mit einer Selbstverständlichkeit sprechen wir von „Wir“ und „Ihr“.

Wir haben ein gesellschaftliches und sozialpolitisches Problem.

Dieses Problem ist nicht neu. Dieses Problem braucht aber Antworten. Antworten, die Jahrzehnte nicht gegeben wurden. Für Antworten braucht es Fragen. Fragen die seit Jahrzehnten nicht gestellt wurden.

Es geht um die Frage, wie wir uns als deutsche Gesellschaft im 21. Jahrhundert definieren.

Es geht darum, wer wir aufgrund unserer kulturellen und politischen Geschichte sind.

Es geht darum, wer wir in Zukunft sein wollen.

Wir müssen uns mit dieser Frage nach Jahrzehnten des Nichttuns auseinandersetzen.

Wir müssen uns mit uns selbst auseinandersetzen und dürfen unsere Fragen und Hoffnungen nicht auf die zu uns kommenden Menschen getreu dem Motto „Wie der brave Michel gerne wäre, aber nicht ist.“ projizieren.

Die Hierlebenden müssen sagen, wer sie sind.

Wir müssen Antworten geben. Unbequeme, aber ehrliche. Wir müssen deutsch sein, ehrlich in der Sprache, verbindlich in der Sprache.

Wir haben keine Alternative. Wir können dem nicht mehr aus dem Weg gehen.

Einwanderung und Eingliederung ist das wichtigste Thema unserer Zeit.  

Wir müssen erklären, wer wir sind. Wir müssen klar machen, wer wir sind. Wir dürfen nicht abrücken von dem, wer wir sind. Unsere Regeln und Werte brauchen klare Kanten und Substanz. Wir dürfen keine Ausnahmen von der Ausnahme mehr machen.

Für eine funktionierende Gesellschaft, ist die Gesellschaft selbst verantwortlich. Politik kann dabei nur die Leitlinien bestimmen. Wenn wir viel geben, müssen wir viel einfordern. Vor allem:

  1. Werte. Unsere Werte basieren auf der Bibel. Monotheisten sind diese bekannt. Diese Regeln sind verbindlich. Sie sind Gesetz. Es ist keine Ausnahme und vor allem keine Religionsfreiheit, wenn Kinder nicht mit auf eine Klassenfahrt gelassen werden. Das darf in einem säkularen Staat nicht toleriert werden.
  2. Sprache. Was Menschen verbindet ist die Sprache. In Deutschland ist die Sprache Deutsch. Wer nach Deutschland kommt und hier bleiben will, muss Deutsch sprechen. Wer das nicht tut, darf sich nicht beschweren, nicht dazuzugehören. Es ist dabei keine Hilfe für die Gesellschaft, wenn diese Menschen die Notwendigkeit des Erlernens dieser Sprache nicht erkennen müssen, da Sie in jeder Fahrschule Bögen auf ihrer Sprache bekommen und sich überall auf ihrer Sprache beraten lassen können. Von den Möglichkeiten eines staatlich bezahlten Dolmetschers ganz zu schweigen.
  3. Bildung. Bildung ist nicht alles, aber ohne Bildung ist alles nichts. Personen, die ihren Kindern und Frauen das Recht auf Bildung mit religiösen oder sonstigen Begründungen verweigern, müssen den Druck der Gesellschaft zu spüren bekommen. Bildung ist die Zukunft unserer Gesellschaft, daran gibt es nichts zu diskutieren.

Vor 150 Jahren haben wir uns in der Tricolore neu erfunden und unsere Grundsätze definiert.

Wir müssen das wieder. Wir sind Paris.

Wir dürfen unser Land, unser Europa keiner Angstdebatte überlassen.

Wir müssen denen, die gerade diese Werte verabscheuen, das Fürchten lehren.

Mit Menschlichkeit, mit Verstand, mit Herz. 

„Durch Dunkelheit kann man Dunkelheit nicht vertreiben, nur Licht kann das.“