3. Juli 2015

BLACK.blog-Standpunkt: Folgen der Nürburgring-Pleite – Versprechen müssen gehalten werden!

Ein Standpunkt von Christoph Wirtz zur aktuellen Debatte um die offenen Rechnungen für Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen. Er ist stellvertretender Bezirksvorsitzender der Jungen Union Trier und Mitglied im Deutschlandrat.


Einst gab es die Vision, in der Eifel durch den Bau einer Rennstrecke Arbeitsplätze zu schaffen. Gegenwärtig, mehr als 90 Jahre nach der Umsetzung dieser Idee, ist diese Rennstrecke, besser bekannt als der Nürburgring, in vielfältiger Weise zum Kult geworden. Doch das Wirken der rot-grünen Landesregierung in den vergangenen Jahren hat trotz der großen Planung und hunderter Millionen an Investitionen nur einen Scherbenhaufen hinterlassen. Diesem wurde nun endgültig die Krone aufgesetzt.

Nachdem man 2012 den Firmen, die an der Errichtung der Grünen Hölle beteiligt waren, versprach, sie würden ihr Geld zurückbekommen, herrscht nun Ernüchterung. Laut EU-Beihilferecht scheint dies nicht möglich. Stellt sich die Frage, warum diese Probleme nicht mit der EU erörtert wurden. Die Landesregierung nimmt dies jedenfalls als Rettungsanker und beruft sich darauf. Die Handwerker stehen mit leeren Händen da. Sie werden womöglich nichts oder nur sehr wenig von den ausstehenden Forderungen zurückbekommen. Für viele mittelständische Unternehmen ist dies ein Schlag ins Gesicht, womöglich sogar existenzbedrohend. Verantwortlich zeigt sich heute dafür niemand, auch nicht die Landesregierung, die damals zum Teil mit am Tisch saß.

Es ist eine der vielen Folgen des großen Nürburgringdebakels, welche noch Jahre nach der Insolvenz den bestehenden Scherbenhaufen weiter wachsen lässt.

Die Politik sollte sich dieses Debakel zu Herzen nehmen. Dazu gehört auch, für Fehler gerade zu stehen und keine leeren Versprechungen zu machen. Letztlich muss es das Ziel sein, Schadensbegrenzung für die bereits geschädigten Menschen zu betreiben.

Die einstige Vision des Baus einer Rennstrecke in der Eifel, sie bleibt bis heute, wohl auch, weil sie größer war, als das Handeln einer Landesregierung über mehr als zwei Jahrzehnte. Es gilt deshalb, an einer Weiterentwicklung des Nürburgrings mit Augenmaß und Vernunft zu arbeiten. Das Scheitern der übertriebenen Pläne der Landesregierung darf nicht auf dem Rücken der beteiligten Unternehmen ausgestanden werden.