16. November 2015

BLACK.blog-Standpunkt: Ein Angriff auf unsere Freiheit

Ein BLACK.blog-Standpunkt von Christopher Hauß. Der 19-jährige Abiturient ist Mitglied im Kreisvorstand der JU Germersheim und Teil des Arbeitskreises Bildung der JU Rheinland-Pfalz.


Fußballspiele zwischen Deutschland und Frankreich haben schon immer polarisiert, ebenso wie am vergangenen Freitag. Die Fans kamen ins Stade de France, um ihre Mannschaften zu unterstützen und sie gingen mit der Angst um ihr Leben.

Die Bombendrohung am Freitagnachmittag hatte jeder schon in den Hintergrund verdrängt, als tatsächlich Bomben vor dem Stadion explodierten. In einem anderen Teil der Stadt wurden Menschen als Geiseln genommen, mit der Absicht sie hinzurichten. Doch das sind gerade einmal zwei der sieben Attentate, die gestern in Paris verübt wurden.

Sieben Attentate auf einmal – das zeigt, welch ein unsicheres Gut unser Friede ist. Und vor allem zeigt es uns, ein Attentat kann immer und überall geschehen. Seit sich fundamentalistische Islamisten aus aller Welt zu einer zentralen Kraft gebündelt haben, bekommt der Terror System.

Lange sah man die Hinrichtungen im Nahen Osten entsetzt von der Couch aus im Fernsehen. Doch seit den Anschlägen im März rückt das Thema immer weiter zu uns, bis sie gestern ihren Höhepunkt erreichten. Es fehlen die Worte um diese Taten zu beschreiben.

Europa öffnet seit mehr als einem Jahr Tür und Tor für die Menschen, die vor dem Krieg in Syrien fliehen. Doch nun erreichen uns nicht nur die Opfer des Krieges, sondern auch der Krieg selbst. Viele werden unsere Toleranz und Offenheit in Frage stellen, doch genau das ist was die Fanatiker erreichen wollen.

Sie wollen mit ihrem Hass den Hass von vielen schüren. Sie wollen Feindschaft zwischen Menschen stiften. Und sie wollen unsere liberale, christliche Kultur zerstören.

Doch wir sollten auf den Hass von Wenigen mit der Solidarität von Vielen reagieren. Nun gilt es zu beweisen, was die europäische Idee eigentlich bedeutet. Der Zusammenhalt der Nationen ist nun mehr denn je gefragt. Dieser Akt des Hasses war nicht nur gegen Paris gerichtet, er war gegen Europa gerichtet. Jetzt ist der Zeitpunkt zu zeigen, dass Europa nicht nur ein Wirtschaftsraum ist, sondern eine Gemeinschaft seiner Völker.

Lasst uns diesen Stiftern von Terror und Hass zeigen, dass wir uns nicht aus Angst verstecken, sondern noch näherzusammenrücken und unsere Werte mit Stolz leben, um den vom Krieg Geflohenen auch weiterhin eine sichere Zuflucht zu bieten! In Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Familien in Frankreich.