18. April 2015

AK Sport & Ehrenamt im Austausch mit der Landtagsfraktion

Die Mitglieder des JU-Arbeitskreises Sport&Ehrenamt trafen sich im Mainzer Abgeordnetenhaus zum Dialog mit dem sportpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Guido Ernst. Im intensiven Gespräch tauschten sich die JUler mit dem erfahrenen Sportpolitiker zu aktuellen Themen aus. Schon beim ersten AK-Treffen im März hatten die Teilnehmer marode Sportstätten und stark rückläufige Zahlen bei den ehrenamtlich Tätigen als Probleme identifiziert. Dazu der Sprecher des Arbeitskreises, Martin Reis: „Gegen die schwindenden Mitgliederzahlen wird man kein Allheilmittel finden. Wenn aber den Vereinen die Voraussetzungen für erfolgreiches Arbeiten entzogen werden, bricht langsam aber sicher ein wichtiges gesellschaftliches Rückgrat weg. Die schlechte finanzielle Ausstattung der Kommunen in Rheinland-Pfalz reicht meist nicht aus, um den Eigenanteil an notwendigen Sanierungen zu leisten, in der Folge werden die Maßnahmen gestrichen.“

Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass man natürlich keine überzogenen Forderungen stellen dürfe, die Landesregierung aber endlich dem Sport eine seiner wirtschaftlichen und vor allem sozialen Stellung angemessene Förderung zukommen lassen muss. Als weitere Herausforderungen für den Sport wurden die sich verändernde Altersstruktur, aber auch die Ganztagsschule thematisiert. Etwas ausführlicher widmete man sich der „Ehrenamtskarte“, schließlich lange eine Idee der Jungen Union und Inhalt mehrerer Anträge, ehe sie von der SPD übernommen wurde. AK-Sprecher Martin Reis: „Besonders die inkonsequente Umsetzung der landesweiten Einführung der Ehrenamtskarte verdeutlicht deren stiefmütterliche Behandlung. Ein intensiveres Werben seitens der Landesregierung wäre wünschenswert und ein gutes Signal für die vielen Ehrenamtler in RLP.“

Der Landtagsabgeordnete Guido Ernst ergänzte noch einige Punkte und erläuterte die wenige Tage alte „Berliner Erklärung“, verabschiedet im Zuge einer Tagung aller sportpolitischen Sprecher der CDU-Fraktionen aus dem Bundesgebiet. Zum Abschluss des Gedankenaustauschs wurde verabredet, weiterhin in Kontakt zu bleiben, um auch in der inhaltlichen Arbeit voneinander zu profitieren. So will der Arbeitskreis die sportpolitische Arbeit der Mutterpartei auf dem Weg zur Landtagswahl kritisch begleiten und nach Kräften unterstützen.